Gesundheit Ausdauer auf der Rolle?

Unbekannt

 · 30.11.2008

Ausdauer auf der Rolle?

Ist es sinnvoller, im GA1-Bereich bei niedrigem Widerstand, kleinen Gängen und hoher Trittfrequenz zu trainieren oder eher mit höherem Widerstand, größeren Gängen und relativ niedriger Trittfrequenz?

Frage von A. Püllenberg, per E-Mail: Der Höhepunkt des nächsten Jahres soll für mich eine erneute Teilnahme am Radmarathon “Nove Colli” sein. Ich möchte mich gezielt darauf vorbereiten und sammle bereits eifrig Kilometer im Bereich Grundlagenausdauer (GA1). Aus beruflichen und privaten Gründen muss ich jedoch einen Großteil des Trainings auf der Rolle absolvieren. Meine Frage: Ist es sinnvoller, im GA1-Bereich bei niedrigem Widerstand, kleinen Gängen und hoher Trittfrequenz zu trainieren oder eher mit höherem Widerstand, größeren Gängen und relativ niedriger Trittfrequenz?

Antwort von Dr. Stapelfeldt: Der Grundlagenausdauer ist es egal, mit welcher Trittfrequenz oder mit welchem Widerstand sie trainiert wird. Bei höherem Widerstand und niedrigerer Trittfrequenz wirkt ein größerer Kraftreiz, dafür ist die Durchblutung der Muskulatur weniger ökonomisch als bei einem schnellen Wechsel von Anspannung und Entspannung der Beinmuskeln. Wichtig für die Vorbereitung auf einen Marathon ist, dass Sie genug Kilometer sammeln. Das ist auf der Rolle schwierig. Die Motivation fällt schwer, Sitzbeschwerden aufgrund der statischen Haltung sind möglich. Konkret sollten zunächst über mehrere Wochen große Umfänge im GA1-Bereich mit einer Trittfrequenz zwischen 90 und 110 Umdrehungen pro Minute gefahren werden. Wenn’s nicht anders geht, auch durch tägliche Einheiten von bis zu zwei Stunden auf der Rolle. Nach vier Wochen können dann kraftorientierte Einheiten eingestreut werden, mit niedriger Trittfrequenz (50–60 U/min) und hohem Widerstand im GA2-Bereich.

  Dr. Björn Stapelfeldt leitet das Radlabor Freiburg, wo er Radsportler zu den Themen Biomechanik, Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung berät
Dr. Björn Stapelfeldt leitet das Radlabor Freiburg, wo er Radsportler zu den Themen Biomechanik, Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung berät