Powerdrinks, selbst gemixt!

Unbekannt

 · 05.07.2006

Powerdrinks, selbst gemixt!

Der Markt der ­Energiegetränke und -gels ist riesig – für fast ­jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer jedoch einmal ­eine individuelle Lösung auspro­bieren möchte, für den gibt es eine preiswerte Alternative: selber mixen!

Der Markt der ­Energiegetränke und -gels ist riesig – für fast ­jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer jedoch einmal ­eine individuelle Lösung auspro­bieren möchte, für den gibt es eine preiswerte Alternative: selber mixen!

Zwei Dinge sind ganz besonders ­wichtig, um einen erfolgreichen ­Wett­kampf zu absolvieren: richtiges Training und richtige Ernährung. Bei den großen Marathons finden sich auf den Verpflegungstischen immer seltener Wurst­semmeln, Kuchen und Käse­bro­te. Heute bieten die Veranstalter Riegel, Gels und Getränkepulver an, mit denen sich die Fahrer versorgen können. Vor allem Gels und kohlen­hydrat­reiche Getränke haben sich zu Recht als Wettkampf­nahrung durch­gesetzt. Sie sind leicht portionier- und konsumierbar und in der Regel für jeden gut verträglich.

Verlagssonderveröffentlichung
Sportler, die gerne experimentieren, können sich ihren Energiedrink aber auch selber mischen. Der Hauptbestandteil von Sportgetränken ist Maltodextrin, ein geschmacksneu­trales Pulver aus mehrkettigen Zuckerarten (siehe Fitnesslexikon unten), das in ­jeder Apotheke erhältlich ist. Die mehrkettigen Zuckerarten, so genannte Polysaccharide, stellen langsam und langfristig Energie bereit – so, wie es Ausdauersportler brauchen. Denn der Darm nimmt alle Kohlenhydrate nur als Monosaccharide ins Blut auf. ­Polysaccharide müssen erst in Monosaccharide gespalten werden, ihre Aufnahme ins Blut erfolgt also langsamer. Je nach Einsatzzweck wird eine bestimmte Menge Pulver mit Wasser vermischt. Um die durch Schwitzen verloren gegangenen Salze zu ersetzen, sollte dem Getränk auch eine gewisse Menge Natrium zugesetzt werden. Bei kurzzeitigen, intensiven Belastungen kann man (muss man aber nicht) für den Extra-Kick etwas Zucker dazu­ge­ben – maximal fünf Gramm pro Liter. Der Geschmack ist durch Zugabe von Getränkesirup, Früchtetee oder Saft beliebig variierbar.

FITNESSLEXIKON: Was ist was?

• Glucose oder Traubenzucker ist ein einfacher Zucker (Monosaccharid). Er ist der wichtigste Energielieferant für den Organismus. Er schmeckt süß und liefert sofort schnell verfügbare Energie.
• Fructose oder Fruchtzucker ist auch ein Monosaccharid, muss aber im Körper erst in Glucose umgewandelt werden. Fructose beschleunigt das Passieren von Getränken durch den Magen.
• Saccharose oder Kristall­zucker ist ein Disaccharid, das heißt zwei Zuckermoleküle sind miteinander verbunden. Auch sie schmeckt süß und stellt relativ schnell Energie zu Verfügung, aber langsamer als Glucose.
• Polysaccharide sind Mehrfachzucker. Hier sind mehrere Zucker­moleküle ­miteinander verbunden. Sie sind geschmacksneutral und stellen die Energie langsam aber stetig zur Verfügung.
• Osmolarität bezeichnet die Konzentration gelöster Teilchen in einem Liter Flüssigkeit.
• Hypotonisch bedeutet, dass eine Flüssigkeit weniger gelöste Teilchen enthält als das menschliche Blut, sie hat eine geringere Osmolarität. Immer mehr Energiedrinks sind hypotonisch. Durch die geringere Konzentra­tion an gelösten Teilchen sollen sie bei gleicher Verträglichkeit schneller ins Blut gelangen als isotonische Getränke.
• Isotonische Flüssigkeiten enthalten genauso viele gelöste Teilchen wie das menschliche Blut; daher gelangt die Energie isotonischer Getränke schnell in den menschlichen Flüssigkeitskreislauf – die meisten Energiedrinks sind isotonisch.
• Hypertonisch heißt, dass die Flüssigkeit mehr gelöste Teilchen als das menschliche Blut hat; reine Fruchtsäfte, Milch, oder unverdünnte Gels sind ­hypertonisch – der Körper kann diese Getränke im Wettkampf nur schwer verarbeiten, vor allem der Magen ist überfordert.