Du darfstMehr Fett für Sportler

Unbekannt

 · 02.02.2005

Du darfst: Mehr Fett für Sportler

Jahrelang wurde Ausdauersportlern gebetsmühlenartig gepredigt: Esst viele Kohlenhydrate und wenig Fett! In der Zeitschrift „Leistungssport“ rüttelt die renommierte Ernährungswissenschaftlerin Dr. Alexandra Schek nun an diesem Manifest: Sie zitiert sportmedizinische Studien, denen zufolge sich das viel gescholtene Fett jetzt als wichtige Energiequelle bei Bewegung erweist, und zwar in Form so genannter intramuskulärer Triglyceride, einer Speicherform von Fett in den Muskeln.

Jahrelang wurde Ausdauersportlern gebetsmühlenartig gepredigt: Esst viele Kohlenhydrate und wenig Fett! In der Zeitschrift „Leistungssport“ rüttelt die renommierte Ernährungswissenschaftlerin Dr. Alexandra Schek nun an diesem Manifest: Sie zitiert sportmedizinische Studien, denen zufolge sich das viel gescholtene Fett jetzt als wichtige Energiequelle bei Bewegung erweist, und zwar in Form so genannter intramuskulärer Triglyceride, einer Speicherform von Fett in den Muskeln. Während des Grundlagentrainings, aber auch bei intensiver Belastung, liefert Muskelfett den Zellen Energie. Sind diese Fettspeicher leer, kann man sie während der Belastung nicht mehr auffüllen. Deshalb ist es wichtig, nach dem Sport auch den Hunger auf Fett zu stillen.

Verlagssonderveröffentlichung

Die muskulären Fettspeicher brauchen dann zwei Tage Ladezeit; bei Fett-Abstinenz werden sie nicht mehr zu hundert Prozent aufgefüllt. Bislang wurde ein Fett-Energieanteil von maximal 30 Prozent in der Nahrung propagiert, möglichst sogar noch weniger. Das veranlasste viele Sportler dazu, auch auf gesunde Nahrungsmittel wie Olivenöl oder Nüsse zu verzichten, die lebenswichtige ungesättigte Fettsäuren enthalten. Schek „erlaubt“ Ausdauersportlern nun, 35 bis 40 Prozent der Energie in Form von Fetten und Ölen aufzunehmen, was aufgrund deren hoher Brennwerte etwa 18 bis 20 Gewichtsprozent entspricht.