Kristian Bauer
· 02.04.2026
Am 11. und 12. April lädt die VELOBerlin zum Fahrradfestival am historischen Flughafen Tempelhof ein. Testfahrten, Radrennen für alle Altersgruppen, Workshops und gemeinsame Ausfahrten durch Berlin stehen auf dem Programm. Das Ticket für zwei Tage kostet im Vorverkauf 15 Euro, für einen Tag 12 Euro. Neben verschiedenen Rennen gibt es auch ein Programm für Radsport-Fans: am Sonntag wird der Klassiker Paris-Roubaix live übertragen. Das Einzelzeitfahren findet in diesem Jahr nicht statt.
Markus Weinberg durchquerte vom Nordkap bis zum Cabo de São Vicente mehr als 7.000 Kilometer durch 14 Länder mit dem Fahrrad. Auf der VELOBerlin berichtet er von dieser Reise. Vico Merklein, paralympischer Handbiker und Goldmedaillengewinner, spricht über Sport, Alltag und Mobilität auf drei Rädern in Berlin. Er erzählt von seinem Weg zum Spitzensport, seinen Erfahrungen auf Berlins Straßen und von gut zugänglichen Radstrecken in der Stadt. Der Extremläufer Fritz Sitte durchquerte den Afrikanischen Kontinent zu Fuß, sein Bruder Max begleitete ihn auf dem Fahrrad von Kapstadt bis Marokko.
Marcel Kittel gehört zu den erfolgreichsten deutschen Sprintern aller Zeiten. Tony Martin gewann mehrere Weltmeistertitel im Einzel- und Mannschaftszeitfahren. Nach dem Ende ihrer aktiven Karrieren arbeiten beide im Bereich Kinderfahrräder. Auf der VELOBerlin sprechen sie über ihre neuen Projekte. Auch ein großer Name aus dem Frauenradsport ist zu Gast: Annemiek van Vleuten gewann die Tour de France Femmes, mehrfach den Giro Donne und die Vuelta Femenina. Sie holte Gold im Zeitfahren bei den Olympischen Spielen und wurde Straßenweltmeisterin. In zwei Formaten spricht sie über die größten Rennen des Rennkalenders, ihre Karriere und die Zeit nach dem aktiven Radsport.
Der erste Tag (Samstag, 11. April) steht im Zeichen der Straßenrennen auf einem sieben Kilometer langen Rundkurs auf dem Tempelhofer Feld. Das Rundstreckenrennen ist als Offene Landesverbands-Meisterschaft Berlin ausgeschrieben. Neben verschiedenen Altersklassen gibt es auch ein Jdermann-Rennen. Am Sonntag (12. April) stehen dann die Crit-Meisterschaften auf dem Rennprogramm. Hierzu wird auf einem 1,5 Kilometer langen Rundkurs gefahren.
Das Netzwerk Women in Cycling bringt Perspektiven von Frauen aus der Fahrradszene zusammen. Die Diskussion behandelt die Frage, wie sich lokale Fahrradkultur gestaltet und wie Frauen in Fahrradläden, auf der Straße, in Netzwerken und in Unternehmen der Branche mehr bewegen können. Das Netzwerk setzt sich dafür ein, strukturelle Barrieren im Fahrradsektor abzubauen und Frauen zu stärken. “Durch Mentoring, Netzwerkarbeit und gezielte Förderung sollen mehr Frauen in Führungspositionen gebracht, die Gender Pay Gap geschlossen und bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden”, lautet die Selbstbeschreibung.

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