Sebastian Lindner
· 29.12.2024
Zehn Neo-Profis hat TOUR zu Jahresbeginn herausgepickt. Sie zählten zu den Neuen im World-Tour-Peloton, die das größte Potenzial hatten, sofort durchzustarten. Dem Großteil der Auserwählten ist das auch gelungen. Hier ein Überblick:
Ein Sieg, oder gar mehrere, wie es ihm in seiner Vor-Profi-Saison geglückt war, konnte Per Strand Hagenes als Neo zwar nicht feiern. Dennoch hat der Norweger bewiesen, dass er das Zeug dazu hat, bereits jetzt bei Rennen auf höchstem Niveau vorne reinzufahren.
Sein “Orientierungsjahr” hat Emil Herzog durchaus erfolgreich bewältigt. Dabei zeigte sich, dass sich der frühere Junioren-Weltmeister aus dem Allgäu vor allem auf klassischem Terrain zu einem erfolgreichen Profi entwickeln könnte.
Für “AJ”, wie er meistens nur genannt wird, war der Sprung von den Junioren direkt in die Elite-Klasse ohne den Zwischenschritt in der U23 wahrscheinlich etwas zu groß. Der erst seit Mitte Oktober 19-Jährige konnte sich selbst kaum in Szene setzen, hatte aber auch als Helfer hier und da zu kämpfen.
Angekommen war Timo Kielich im Prinzip auch schon im Vorjahr, allerdings wurde erst jetzt ein Platz bei den Profis von Alpecin-Deceuninck frei. Dass sich der Belgier den verdient hat, konnte er nun nachweisen.
Ob die Berufung zu den Astana-Profis nicht vielleicht doch etwas mit seinem Namen zu tun hatte? Diese Unterstellung konnte Nicolas Vinoukourov zumindest nicht durch hervorstechende Leistungen entkräften.
Die Pogacar-Vergleiche will keiner hören. Und doch kommen sie auf, so wie sich der Mexikaner in seiner ersten Saison als Profi präsentiert hat. UAE hat sich auf jeden Fall einen weiteren Hochtalentierten geangelt.
Der Start ins Jahr dürfte in etwa seinen Vorstellungen entsprochen haben. Doch spätestens ab Mitte des Jahres kämpfte Henri Uhlig mehr mit sich als mit der Konkurrenz. Krankheiten und Stürze bremsten ihn ein ums andere Mal aus.
Er lässt die Niederländer wieder träumen. Und zwar von Etappensiegen am Berg bei großen Rundfahrten. Schon bei seiner ersten Tour de France hat Frank van den Broek dabei mächtig auf sich aufmerksam gemacht.
Für den Titel des “ewigen Zweiten” ist es im ersten Profijahr vielleicht noch etwas zu früh. Dennoch war gerade zu Saisonbeginn meistens nur einer schneller als Luke Lamperti. Der US-Boy hat verdammt schnelle Beine nachgewiesen, vor allem dann, wenn es im Finale bergauf geht.
Er gilt als eines der begnadetsten Rundfahrer-Talente der neuen Generation an Radsportlern. Doch zeigen konnte er das in seinem Jahr als Neo-Profi nicht. Weil er keine Chance dazu bekam. Deswegen wechselt er jetzt das Team.