Beim Rennradtraining sind Geschwindigkeitsbeschränkungen meist kein Thema, sondern fehlende Kraft in den Beinen. Ein Hobbyradfahrer in Irland scheint aber gehörig Druck auf dem Pedal zu haben: er wurde mit 62 km/h „erwischt“. Einer lokalen Tageszeitung verriet John Blake, dass er sein neues 58er Kettenblatt auf einer Ausfahrt testen wollte. Die Geschwindigkeit wurde mit einer Radarpistole festgehalten. Die Polizisten stoppten den schnellen Radfahrer und verpassten ihm eine mündliche Verwarnung wegen „rücksichtslosem Fahren“. Einen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung können sie nicht ausstellen, weil das Speed Limit nicht für Fahrräder gilt.
Auf Instagram brachte John Blake ein Foto mit dem TT-Bike, erzählte seine Geschichte und löste damit eine virale Welle aus. Meine Seite wurde bereits eine Million Mal aufgerufen, verriet er TOUR. 140 Kommentare und über 8.000 „Gefällt mir“-Klicks hat er derzeit. Die Internetseite Stickybottle, die zuerst berichtet hat, verriet ihm, dass es die erfolgreichste Nachricht der letzten Jahre gewesen sei.
Gefahren ist Blake mit seinem TT-Bike auf einer ländlichen Straße die unter Radfahren als ideal für Zeitfahrtraining eingestuft wird. Sorgen machte sich auf Instagram ein lokaler Veranstalter, der exakt auf dieser Strecke ein Zeitfahren veranstaltet. Er fragte sich, ob die Polizei auch am Renntag die Geschwindigkeit kontrollieren wird.
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Dass die Welt nicht immer einfach und positiv ist, verrät Blake auf einer verlinkten Internetseite über sich: “Die Entscheidung, meinen Körper an seine körperlichen Grenzen zu bringen, als ich 2019 ein Ironman-Rennen zugunsten von Suicide or Survive absolvierte, zeigte, dass meine körperliche Leistungsfähigkeit zwar auf höchstem Niveau war, das Gleiche aber nicht von meiner mentalen Gesundheit gesagt werden konnte.” Das Training führte ihn in einer Spirale immer tiefer nach unten und er holt sich professionelle Unterstützung, die ihn rettete. 2020 gründete er mit zwanzig Gleichgesinnten eine Charity-Challenge. Die Herausforderung besteht darin, 20.000 km als Gruppe zu absolvieren und so viel Spenden wie möglich zu sammeln, damit die NGO SOS (Suicide or Survive) Workshops zur Suizidprävention und psychischen Gesundheit durchführen kann. Auf Go Fundme hat er außerdem eine Spendenkampagne gestartet, die Programme zu Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Irland durchführt. Vielleicht hat die High-Speed-Fahrt eine positive Nebenwirkung: Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema!

Redakteur