Die tschechische Langstreckenradfahrerin Kateřina Rusá legte im vergangenen Jahr unglaubliche 55.555 Kilometer auf dem Rad zurück – das sind rund 15.000 Kilometer mehr als der Erdumfang um den Äquator. Sie brach damit ihren Rekord von 2023, der bei 50.505 Jahreskilometern lag. Ihre Rekordleistung im vergangenen Jahr bedeutet, dass sie durchschnittlich 6 Stunden und 39 Minuten im Sattel eines Fahrrads saß und jeden Tag mehr als 150 Kilometer zurücklegte - und das alles bei einem Vollzeitjob. Sie startet oft am frühen Abend zur ihren Trainingsfahrten und fährt dann in die Nacht hinein. Kateřina ist seit dem 19. März 2016 jeden Tag ohne Unterbrechung mit dem Fahrrad unterwegs gewesen - das sind stand heute 3238 Tage am Stück.
Rusá verbindet seit vierzehn Jahren Ausdauerradsport mit ihrem Beruf. Zum Radsport kam sie, nachdem ihr beim Volleyball die Knie zu schaffen machten und sie sich eine andere Sportart suchen musste. Ihre außergewöhnlichen Leistungen - sie fährt zwischen 40.000 und 50.000 Jahreskilometer - haben ihr im sozialen Sportnetzwerk Strava bereits viele Follower eingebracht: über 5.000 Fans verfolgen ihre Aktivitäten unter dem Namen “Kat Secteur” (https://www.strava.com/athletes/3922065). Schaut man auf das Profil entdeckt man neben kurzen Alltagsfahrten auch viele Runden über 200 bis 300 Kilometer. Ihre persönliche Bestleistung stammt von einem 24-Stunden-Rennen, bei dem sie 675 Kilometer zurücklegte. Als Botschafterin der tschechischen Fahrradmarke Festka testet sie deren Rennräder, derzeit das Modell Festka Spectre.
Kateřina Rusá beschreibt ihr Verhältnis zum Radfahren, das Teil ihres täglichen Lebens ist. Sie sagt: “Es ist so fest in meinem Leben verankert, dass ich nicht einmal darüber nachdenke, ob ich mit dem Fahrrad fahre. Ich weiß einfach, dass ich fahren werde, und ich wähle die richtige Maschine und die richtige Kleidung je nach dem Blick aus dem Fenster und dem Regenradar.”
“Für mich sind das respektable Zahlen. In meiner Rennsportkarriere bin ich 2013 mit knapp über 38.000 Kilometern am meisten gefahren. Ich kann also abschätzen, wie viel Zeit und Mühe Kateřina dem Radsport widmen muss”, sagt Jiří Ježek, ein ehemaliger tschechischer Radprofi und Paralympionike. “Aus rennsportlicher oder rein sportlicher Sicht sind solche Volumina sicher nicht notwendig, wahrscheinlich nicht einmal sinnvoll.”
Die hohe Zahl der Jahreskilometer sind für den Radsponsor hilfreich: “Katka ist eine äußerst wertvolle Testerin für die Haltbarkeit nicht nur unserer Rahmen, sondern auch der Komponenten anderer Hersteller, die wir für unsere Fahrräder verwenden. Niemand sonst kann mit unseren Rädern so viele Kilometer bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit fahren. Das gibt uns Informationen, die viele unserer Entscheidungen beeinflussen”, sagt Michael Moureček, Mitbegründer und Produktmanager von Festka.

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