Laurin Lehner
· 28.02.2026
Im Film der Bike Film Tour Season 2 werden die fast vergessenen Tour-de-France-Athletinnen der 1980er gefeiert und Alltagshelden mit Charisma im Überfluss getroffen. Wie den Düsseldorfer Fahrradkurier Albert Rabaev oder den Lehrer und Flatland-BMXer Mr. Omari Cato, der die nächste Generation in die Geheimnisse seiner Tricks einweiht. Dazu gibt's Bikepacking in Japan, Urban Cyclocrossen in Lost Places und den einzigen MTB-Streifen - Kilian Bron in Nepal.
Alle Filme laufen in der Originalfassung mit Untertiteln in der jeweiligen Landessprache – so bleibt kein Wort und kein Witz auf der Strecke. Das eigentliche Filmprogramm dauert rund 120 Minuten, unterbrochen von einer Pause von ca. 30 Minuten zum Durchatmen, Plaudern oder Snacks schnappen. Mit Rahmenprogramm, Moderation und Gewinnspiel sollte man insgesamt 2,5 bis 3 Stunden einplanen – genug Zeit für Inspiration, Lachen und jede Menge Bike-Vibes.
Für manche Schüler:innen ist er einfach „der Lehrer“. Für alle anderen? Ein Magier auf zwei Rädern. Mr. Omari Cato jongliert nicht nur mit Klassenzimmern, sondern auch mit seinem BMX – und das auf Weltklasse-Niveau. Flatland BMX, seine Disziplin, ist im Grunde Breakdance auf zwei Rädern: Tricks, Drehungen, elegante Moves – und das ganz ohne Rampen oder Rails. Nur eine glatte Fläche reicht, und Cato verwandelt sie in seine Bühne.
Doch leider sind immer weniger Kids von diesem „Rad-Tanz“ begeistert. Kein Wunder, dass Omari alles daran setzt, die nächste Generation für Flatland zu begeistern – mit Workshops, Contests und einer guten Portion Enthusiasmus. Sein Traum? Olympia! Falls Flatland BMX eines Tages auf dem Programm steht, wird er vermutlich der Erste sein, der auf dem Podium steht.
Albert Rabaev tritt in die Pedale – und wir dürfen mit! Der Düsseldorfer Fahrradkurier gewährt in Wie der Hase läuft einen Blick hinter die Kulissen seines schnellen Jobs: Warum er seinen Job liebt, was ihn gelegentlich zur Weißglut treibt und welche absurden Lieferungen er schon gestemmt hat.
Unter Zeitdruck, zwischen Ampeln, Funken und Fahrstuhl, zeigt Albert, dass Kuriersein mehr ist als nur Pakete von A nach B zu bringen: Es ist Freiheit auf zwei Rädern – ein Gefühl, das Fahrradkuriere weltweit teilen.
Die Tour de France gilt für viele Radprofis als ultimativer Traum. Aber Frauen, die schon in den 1980ern die Straßen unsicher machten, hatten davon wenig von der Öffentlichkeit gespürt. Von 1984 bis 1989 bewiesen sie, dass Ausdauer, Taktik und Durchhaltevermögen keine Männerdomäne sind – trotzdem blieben ihre Erfolge lange im Schatten der männlichen Kollegen.
Breakaway Femmes holt diese Pionierinnen zurück ins Rampenlicht. Sie erinnern sich an legendäre Duelle um das Gelbe Trikot, jubelnde Fans am Straßenrand – aber auch an organisatorische Albträume, fragwürdige Awards und jede Menge männliche Vorurteile. Ein Film, der zeigt: Auch wenn die Geschichte sie fast vergessen hat, waren diese Frauen schon damals echte Champions.
Paul Ingram und Josh Tippett haben sich für ihre erste große Bikepacking-Tour ein Ziel ausgesucht, das Appetit auf Abenteuer und Sushi gleichermaßen macht: Japan. Von Kagoshima bis Tokio radeln sie durch ländliche Regionen, die Tourist:innen selten zu Gesicht bekommen, und testen unterwegs die kulinarische Vielfalt des Landes – schließlich will Josh zu Hause ein japanisches Restaurant eröffnen.
Ob Regen, Berge oder unerwartete Steigungen – Japan liefert alles, was zwei hungrige Bikepacker brauchen. Und eins ist sicher: Nach einem Tag voller Pedaltritt und Abenteuer schmeckt jedes Gericht gleich doppelt so gut.
Eine mysteriöse Einladung, ein geheimer Treffpunkt am Stadtrand – was passiert hier? Zwei Dutzend Neugierige können der Versuchung nicht widerstehen. Sie kommen. Auf ihren Rennrädern. Aus allen Ecken der Metropole. Keine eingeschworene Truppe, nur ein Haufen Fremder mit einem gemeinsamen Ziel: ein Loch im Zaun. Dahinter liegt ein verlassenes Footballstadion, das seine besten Tage längst hinter sich hat. Noch nie hat es ein Rennen wie dieses gesehen. Heute werden die verfallenen Tribünen und Rasenflächen Zeugen von Adrenalin, Schweiß und purem Radfahrspaß.
Nepal kennt man für schneebedeckte Berge, einsame Klöster und majestätische Buddha-Statuen. Mountainbiken? Nicht unbedingt. Bis Kilian Bron kam. Mit seinem Talent für außergewöhnliche Spots zeigt das MTB-Ausnahmetalent in Mandala, dass er auch in Nepals entlegensten Ecken einen Weg für sein Rad findet.
Ob ein von Affen bevölkerter Tempelkomplex in Kathmandu oder steile Pfade im abgelegenen Dolpo-Tal – Kilian beweist, dass hier nicht nur Gebetsmühlen rotieren können. Abenteuer, Adrenalin und atemberaubende Kulissen inklusive.
Alle Termine der Bike Film Tour findet ihr hier.

Redakteur