Die Organisatoren der Vätternrunde reagieren auf den wachsenden Trend im Gravel-Bereich. Die neue Veranstaltung “Vätternrundan Gravel” ist kein Rennen sondern eine Fahrt ohne Zeitmessung und Rangliste. Oskar Sundblad, Geschäftsführer von Vätternrundan, erklärte in einer Pressemitteilung die neue Veranstaltung sei eine logische Ergänzung zum bestehenden Programm. Die Planungen für ein Schotter-Event liefen bereits seit längerer Zeit, nun passten alle Komponenten zusammen.
Der Kurs beginnt und endet am Grab von Baltzar von Platen in Motala. Die Strecke des Gravel-Events der Vätternrundan umfasst etwa 120 Kilometer südöstlich von Motala. Start und Ziel befinden sich am Grab von Baltzar von Platen. Von dort führt die Route zunächst entlang des Borensees in Richtung Borensberg. Anschließend verläuft die Strecke mehr als 20 Kilometer entlang des Göta-Kanals und passiert die Schleusen bei Borenshult und Berg. Im weiteren Verlauf durchquert sie das Stjärnorp-Gebiet mit Ausblick auf den nördlichen Roxensee. Der Untergrund setzt sich zusammen aus etwa 70 Prozent Schotter, 29 Prozent Asphalt und einem kurzen Trailabschnitt. Die Strecke führt durch Wald, Weideland und vorbei an Waldseen. Entlang der Route sind sechs Versorgungsstationen eingerichtet.
Die Veranstalter der Vätternrunde Gravel verzichten bewusst auf strenge Materialvorgaben. Während viele Gravel-Enthusiasten mit speziellen Gravelbikes unterwegs sind, steht die Teilnahme allen Fahrradtypen offen. Mountainbikes eignen sich ebenso für den Kurs wie klassische Tourenräder. Sundblad betont, dass die Strecke prinzipiell mit jedem Fahrrad bewältigt werden kann. Diese Offenheit entspricht der Philosophie der Vätternrunde, die sich als Veranstaltung für alle versteht.
Schweden verfügt über ein dichtes Netz an Schotterwegen, die sich für das Gravel-Radfahren anbieten. Die Mischung aus Mountainbike- und Rennrad-Elementen spricht eine wachsende Zahl von Radfahrern an. Sundblad sieht in der Disziplin eine Möglichkeit, den Radsport für mehr Menschen zu öffnen. Die Premiere am 12. September 2026 dient als Test für das neue Format. Die Organisatoren wollen laut ihrer Pressemitteilung ein Volksfest etablieren und Gravel-Radfahren in Schweden weiter verbreiten.

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