Team Buchholz berichtet vom RAAM

Jedermann RennenTeam Buchholz berichtet vom RAAM

Unbekannt

 7/12/2011, Lesezeit: 2 Minuten

Die RAAM-Starter aus Buchholz haben das RAAM erfolgreich bestritten.

6 Tage, 13 Stunden, 57 Minuten war das vierköpfige RAAM-Team ”Buchholz goes America” im Sattel um die USA nonstop mit dem Rennrad zu durchqueren. Mit dieser Zeit konnte erneut der Sieg in der Kategorie “4er-Teams Ü50 Mixed” gesichert werden. Gleichzeitig gelang dem Team ein neuer Streckenrekord. Der aus dem Jahr 2006 stammende Rekord wurde um sechs Stunden und zwei Minuten verbessert. Für die genau 4.810,11 Kilometer lange Strecke fuhren Rolf und Waltraud Nett, Gerry Hoffmann und Klaus Käfer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30,46 km/h.Die Renn-Taktik war es Fahrer in zwei Schichten zu ungefähr 12 Stunden einzusetzen.

Beeindruckend für alle sei es gewesen, die unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen Amerikas in kürzester Zeit, sozusagen im Zeitraffer zu durchfahren. Im Vergleich zum Rennen in 2009, als das Team zum ersten Mal antrat, waren die Temperaturen nach Aussagen der Teilnehmer etwas moderater. Tagsüber war der Sommer in den USA mit 30 Grad Celsius zu fühlen, nachts sanken die Temperaturen aber rapide und empfindlich kühl ab. Die nächtliche Abfahrt vom dritten Dreitausender der Rocky Mountains musste Rolf Nett bei vier Grad Celsius und warmer Kleidung absolvieren.

Die Windverhältnisse stuften die Buchholzer als äußerst tückisch ein: ”Im günstigsten Fall wurden die Radfahrer mit Rückenwind beschenkt. Oftmals sorgte aber ein extrem starker Seitenwind für ein mühsames Vorwärtskommen. Die sportliche Planung hatte vorgesehen, möglichst oft Scheibenräder einzusetzen, die einen schnelleren Stundenschnitt versprachen.” Diese Taktik sei selbst auf flachen Passagen oft nicht umzusetzen gewesen. Die Druckwellen der bis zu 135 km/h schnellen Trucks, die die Radfahrer passierten, hätten den Einsatz der Räder sogar lebensgefährlich gemacht. “Bei einer schnellen Abfahrt wurde ich wegen der unberechenbaren Böen einfach um fast zwei Meter von der Fahrbahnmitte auf die Gegenfahrbahn versetzt”, erzählt Klaus Käfer.

Aus 2009 wusste das Team bereits um den Wildreichtum des Landes und der sorgte auch nun wieder für unterschiedliche Erlebnisse. Gürteltiere, Opossums und Kojoten begleiteten die Nachtfahrer und sorgten so für Abwechslung während der eintönigen Nachtschicht. Spätestens nach einigen Beinahe-Zusammenstößen mit Wapitihirschen in der Nacht, seien die Fahrer aber besonders wachsam gewesen.

Weitere Infos unter: www.raam-buchholz.de