Der Anstieg am Schloss Bensberg ist einer der Höhepunkte bei Rund um Köln. Bei der langen Strecke wurde er zuletzt zweimal überquert. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Kritik von Teilnehmern, weil es zum großen Stau kam und sie den Anstieg hochschieben mussten. Teilnehmer der Hobbyrennen können jetzt auf ein Rennen ohne Zwangspause hoffen. Markus Frisch, Geschäftsführer der Kölner AusdauerSport GmbH, erklärt: “Wir haben ein neues Streckenkonzept und neue Startzeiten. Davon werden vor allem die Breitensportler profitieren. Bei den Profis steht wieder der Agathaberg auf dem Programm, und damit ist ein spannendes Rennen garantiert.” Bereits 90 Tage vor der Veranstaltung haben sich 6500 Sportlerinnen und Sportler angemeldet, deutlich mehr als bei der gesamten letzten Auflage mit 6150 Teilnehmenden.
Eine wesentliche Änderung betrifft den Start der Breitensportrennen Velodom 120 und Velodom 60. Während in den Vorjahren die Teilnehmer zeitlich getrennt auf die Strecke geschickt wurden, starten in diesem Jahr beide Distanzen gemeinsam um 9:00 Uhr im Rheinauhafen in Köln. Nach 12 Kilometern erfolgt die Streckentrennung – aus Teilnehmersicht vermutlich einer der gefährlichsten Momente des Tages, wenn sich Gruppen neu mischen und Fahrerinnen und Fahrer in unterschiedliche Richtungen streben. Der große Vorteil aus Sicht der Veranstalter: den Kopfsteinpflasteranstieg am Schloss Bensberg erreichen die Teilnehmerfelder zu unterschiedlichen Zeiten und auch die Zieleinfahrt ist entzerrt. Das Rennen Velodom 30 startet separat um 12:30 Uhr in Bergisch Gladbach-Heidkamp.
Die Streckenführung wurde für alle Distanzen angepasst. Das Velodom 120 führt über 121 Kilometer und 1180 Höhenmeter durch das Bergische Land. Nach dem Start im Rheinauhafen geht es über den Flughafen Köln/Bonn durch Altenrath, Lohmar, Overath, Kürten und Wipperfeld. Das Velodom 60 biegt nach 12 Kilometern ab und führt über 67 Kilometer und 480 Höhenmeter durch Brück, Dellbrück und das Bergische Land. Beide Strecken vereinen sich wieder für den Schlussanstieg zum Schloss Bensberg – der n ur einmal gefahren wird - und die Zieleinfahrt im Rheinauhafen. Das Velodom 30 umfasst 26 Kilometer und 150 Höhenmeter und folgt ab Bergisch Gladbach-Heidkamp der Strecke des Velodom 60.
Das Profirennen von Rund um Köln startet um 11:30 Uhr am Holzmarkt vor dem art'otel cologne, mit dem eigentlichen Rennstart nach 3 Kilometern auf dem Östlichen Zubringer. Die Strecke führt zunächst analog zum Velodom 120, biegt dann aber in Wipperfeld auf die B506 ab. Insgesamt müssen die Profis 181 Kilometer und 1850 Höhenmeter bewältigen. Höhepunkte sind die fünf Bergwertungen, darunter zwei Passagen des Agathabergs. Die letzte Bergwertung erfolgt am Schloss Bensberg, bevor es zum Ziel in den Rheinauhafen geht.
Die Nachfrage nach Startplätzen ist groß: 90 Tage vor dem Event haben sich 6500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer registriert, was einen neuen Rekord darstellt. Die Verteilung auf die einzelnen Wettbewerbe zeigt sich wie folgt: Velodom 120 mit 3190 Anmeldungen, Velodom 60 mit 3080 Teilnehmenden und Velodom 30 mit 230 Sportlerinnen und Sportlern. Für das Profirennen haben sich 133 Fahrer aus 19 Teams angemeldet. Diese Zahlen unterstreichen die Attraktivität des Events sowohl für Breitensportler als auch für Profis und versprechen eine Rekordbeteiligung für die 107. Auflage von Rund um Köln.

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