Radfahren spart volkswirtschaftliche KostenFoto: Julia Baier / ADFC

Jedermann RennenRadfahren spart volkswirtschaftliche Kosten

Unbekannt

 5/30/2011, Lesezeit: 2 Minuten

Wer das Radfahren fördert sorgt nicht nur für eine gesündere Gesellschaft, sondern spart langfristig auch Geld.

Wer das Radfahren fördert sorgt nicht nur für eine gesündere Gesellschaft, sondern spart langfristig auch volkswirtschaftliche Kosten. Ein neues Berechnungstool hilft, diese Behauptung mit konkreten Zahlen zu belegen.

Die gesundheitlichen Effekte des Radfahrens sind lange bekannt. Radfahren wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und wirkt Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Darm- und Brustkrebs entgegen. Um zu beweisen, dass sich Radfahren langfristig auch positiv auf die Volkswirtschaft auswirkt stellte die Weltgesundheitsorganisation WHO auf dem Internationalen Transportforum das Berechnungstool Heat vor.

Heat kann berechnen, wie viel gesellschaftliche Kosten durch Radfahren eingespart werden können. Horst Hahn-Klöckner, Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), begrüßte dieses Tool: “In Zeiten allseits knapper Kassen ist es immens wichtig, durch kostengünstige  Maßnahmen langfristige Erfolge zu erzielen.” Laut Berechnungen durch Heat beträgt der volkswirtschaftliche Gewinn bei einer Investition von einem Euro für den Radverkehr drei bis vier Euro.

Das Internationale Transportforum legt dieses Jahr mit dem Motto “Transport for Society” seinen Schwerpunkt erstmals auf die sozialen Aspekte der Verkehrspolitik. Das Fahrrad nimmt auf dem Forum eine zentrale Rolle ein: Alle Experten sind sich einig über seine Bedeutung in der Mobilität der Zukunft. Potential für mehr Radverkehr auf Europas Straßen ist laut Europäischem Radfahrer-Verband reichlich vorhanden. In der EU haben 50 Prozent aller Autofahrten eine Distanz von weniger als fünf Kilometern, die leicht mit dem Fahrrad zurückgelegt werden könnten. 

Weitere Infos: www.adfc.de