Rad am Ring 2009Foto: Uwe Geißler

Jedermann RennenRad am Ring 2009

Unbekannt

 9/20/2009, Lesezeit: 3 Minuten

Das 24-Stunden-Rennen ”Rad am Ring” am Nürburgring ist legendär. Einmal im Jahr dürfen Radfahrer auf die 22 Kilometer der Formel-1-Strecke in der Eifel. Gewonnen hat, wer die meisten Runden sammelt. TOUR hat vier Reporter zu einer Mannschaft zusammengewürfelt. Sie zeichnen eine Chronik von Teamwork und Leidenschaft.

Das 24-Stunden-Rennen ”Rad am Ring” am Nürburgring ist legendär. Einmal im Jahr dürfen Radfahrer auf die 22 Kilometer der Formel-1-Strecke in der Eifel. Gewonnen hat, wer die meisten Runden sammelt. TOUR hat vier Reporter zu einer Mannschaft zusammengewürfelt. Sie zeichnen eine Chronik von Teamwork und Leidenschaft.

DIE IDEE

Kristian: 24 Stunden am Stück auf dem Rad zu sitzen, das wollte ich unbedingt mal erleben. Ich habe daher in der Redaktion die Teilnahme bei Rad am Ring vorgeschlagen – und da ich das Höhenprofil nicht kannte, ganz naiv an ein Zweier-Team gedacht. Dass Manuel von dieser Idee abgeraten hat, war mein Glück. Jetzt sind wir zu viert.

Manuel: Mitte April fragt mich Kristian, ob ich mit ihm am Nürburgring starte. Übermotiviert nach meiner Trainingswoche auf Malle, sage ich sofort “na klar”. Erst hinterher wird mir bewusst, auf was ich mich da eingelassen habe. Zwölf Stunden auf einer der härtesten Radstrecken der Welt – selbst mit meiner guten Frühform scheint mir das plötzlich etwas heftig. In der nächsten Redaktionskonferenz fordere ich von den Kollegen Solidarität. Eisiges Schweigen in der Runde – bis Kollege Jens einen seiner typischen Drei-Wort-Sätze rauslässt: “Ich fahr mit.” Bis wir unseren Rennsport-Mann Andreas weichgekocht haben, mit dem mich eine herzliche Rivalität verbindet, seit ich ihm bei der Flandern-Rundfahrt eine Stunde abnahm, dauert es noch gut zwei Wochen.

Andreas: Langstreckenwettbewerbe, bei denen die vorne sind, die am längsten ohne Schlaf vor sich hinrollen können, sind mir ein Graus. Radsport bedeutet für mich vor allem Dynamik. Kollege Manuel, von der Idee besessen, sich 2011 bei Paris-Brest-Paris den Arsch aufzureißen, sieht das anders. Aber beim Gedanken, sich 24 Stunden lang die Grüne Hölle, wie die Nordschleife genannt wird, mit unserem Tourenfahrer Kristian (“RTF-Kristian”) als Zweier-Team zu teilen, wurde ihm mulmig. “Das kann doch nicht wahr sein, dass wir in der Redaktion kein Vierer-Team zusammenkriegen!” Habe ich das gesagt? Aus der Nummer komme ich nicht mehr raus.

Jens: Als ich mir vor zehn Jahren bei einem Mountainbike- Rennen den Schädel einfuhr, hatte ich beschlossen, nie wieder an einem Radrennen teilzunehmen. Doch so abseitige Veranstaltungen wie das Rennen auf dem Nürburgring reizen mich schon lange. Vor allem aber treiben mich Kollegialität (ich kann so schlecht Nein sagen) und die Maulerei von Andreas zur Teilnahme. Einen “Leistungsnachweis” bin ich der Redaktion nach über einem Jahr Zugehörigkeit ohnehin noch schuldig.

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  Lagebesprechung: Bis kurz vor dem Start tüfteln die 24-Stunden-Neulinge an ihrer Renntaktik.
Lagebesprechung: Bis kurz vor dem Start tüfteln die 24-Stunden-Neulinge an ihrer Renntaktik.
  Grand-Prix-Feeling für Sportler mit Muskelmotoren: Die Rennstrecke am Nürburgring taucht das 24-Stunden-Rennen in ein einzigartiges Flair.
Grand-Prix-Feeling für Sportler mit Muskelmotoren: Die Rennstrecke am Nürburgring taucht das 24-Stunden-Rennen in ein einzigartiges Flair.
  Auf und nieder, immer wieder: 33 Links- und 40 Rechtskurven, rund 500 Höhenmeter pro Runde
Auf und nieder, immer wieder: 33 Links- und 40 Rechtskurven, rund 500 Höhenmeter pro Runde

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