Deutsches Team gewinnt beim RAAM

Unbekannt

 · 26.06.2013

Deutsches Team gewinnt beim RAAMFoto: gateprotect

Das deutsche Radrenn-Team „4Athletes powered by gateprotect“ hat den Sieg in der Kategorie 4er Teams beim Race Across America - eingefahren. Mit einer Gesamt-Zeit von 5 Tagen, 21 Std. und 7 Min. überquerte das gateprotect-Team am Ende als erstes die Ziellinie in Annapolis an der Ostküste der USA.

Das Race Across America gehört zu den härtesten Radrennen der Welt. 5.000 km von der West- an die Ostküste der USA. Dabei geht es unter anderem durch die Rocky Mountains, die Mojawe-Wüste und die Great Plains. Ein Rennen der besonderen Herausforderung. Am 15. Juni 2013 ging auch das deutsche Team "4Athletes powered by gateprotect" in Oceanside/Kalifornien an den Start.

Das gateprotect-Team war in der Kategorie 4-Mann-Team gemeldet, was bedeutet, dass zu jeder Zeit des Rennens einer der vier Fahrer auf dem Rad sitzt. Die Taktik des Teams sah vor, jedem einzelnen Fahrer zwischen seinen einzelnen Einsätzen möglichst lange Erholungsphasen zu geben und gleichzeitig die Belastung für den aktuell im Renngeschehen beteiligten Fahrer möglichst gering zu halten. Daher wurde die Mannschaft im Vorfeld in zwei 2er-Teams geteilt und den begleitenden Wohnmobilen zugeordnet.

Tagsüber sah die Taktik vor, dass jedes der 2er-Teams eine Vier-Stunden-Schicht zu absolvieren hatte. In der Nacht wurden diese Schichten auf sechs Stunden ausgedehnt, um dem ruhenden Team die Möglichkeit zu geben, für einige Stunden zu schlafen. Innerhalb der Schichten war der einzelne Rennfahrer etwa eine Stunde im Sattel und wechselte dann auf den zweiten Fahrer im Team.

Über das gesamte Rennen wurden so an die 150 Wechsel vollzogen. Jeder Rennfahrer musste täglich mehr als 200 Kilometer fahren, um das Ziel, unter sechs Tagen zu bleiben, erreichen zu können. Eine extreme Herausforderung. Insgesamt waren 74 Teams und Solofahrer am Start, davon zehn "4-Mann-Teams",. Schon nach dem ersten Tag zeigte sich deutlich, wer in den kommenden Tagen für die "4Athletes powered by gateprotect" zum größten Konkurrenten werden würde. Die "Fireflies", ein Team aus englischen Feuerwehrleuten. Es entwickelte sich für die nächsten 3.000 km ein packender Zweikampf. Tagelang lag man nur Minuten auseinander, in der Nacht wurden im Lichtkegel der begleitenden Pace-Cars hitzige Duelle Mann gegen Mann gefahren. Dabei wechselte die Führung ständig. "Ein solches Duell zu fahren, hätte ich bei einem Rennen wie dem RAAM, das über 5.000 km geht nie für möglich gehalten. Ich habe wirklich in jedem Duell alles gegeben und am Ende hat es sich dann doch ausgezahlt." so Frank Vytrisal, ehemaliger Triathlon-Profi.

Nach 5 Tagen, 21 Stunden und 7 Minuten war das Ziel erreicht. Erst eine Stunde und 27 Minuten später folgten die "Fireflies" aus England.