Deutsche Meisterschaft GravelPaul Voß und Rosa Maria Köser holen Titel

Kristian Bauer

 · 01.09.2025

Deutsche Meisterschaft Gravel: Paul Voß und Rosa Maria Köser holen TitelFoto: Sportfreunde Neuseenland
Paul Voß DM Gravel 2025
Bei der 3. Deutschen Meisterschaft Gravel in Taura setzte sich Paul Voß in einem packenden Rennen über 150 Kilometer erneut durch. Bei den Frauen siegte Rosa Maria Klöser souverän auf der 120-Kilometer-Distanz. Die Deutsche Meisterschaft Gravel lockte insgesamt rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die sächsische Region.

Die 3. Deutsche Meisterschaft Gravel powered by ROSE hat am vergangenen Wochenende erstmals in Sachsen Station gemacht. In Taura bei Torgau kämpften am Sonntag rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer um die nationalen Titel im aufstrebenden Gravelsport. Bei sommerlichen Bedingungen verteidigte Paul Voß seinen Vorjahrestitel in einem packenden Rennen, während Rosa Maria Klöser bei den Frauen einen souveränen Sieg einfuhr. Die Meisterschaft bildete den Höhepunkt eines Radsport-Wochenendes, das bereits am Samstag mit drei Jedermann-Rennen über verschiedene Distanzen begonnen hatte. Im DM-Männerennen gingen 81 und bei den Frauen 23 Gravelbiker an den Start.

Im Männerrennen Deutsche Meisterschaft Gravel über die anspruchsvolle 150-Kilometer-Distanz entwickelte sich ein spannendes Duell an der Spitze. Titelverteidiger Paul Voß setzte sich schließlich in einer Zeit von 4 Stunden, 31 Minuten und 58,53 Sekunden hauchdünn durch. Tim Wollenberg erreichte fast zeitgleich als Zweiter das Ziel (4:31:58,85 Stunden). Das Podium komplettierte Frederik Rassmann, der mit einer Zeit von 4 Stunden, 31 Minuten und 59,18 Sekunden lediglich eine Sekunde später über den Zielstrich sprintete.

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Klöser bestätigt Favoritenrolle

Bei den Frauen ließ die als Favoritin gehandelte Rosa Maria Klöser auf der 120-Kilometer-Strecke der Konkurrenz keine Chance. Die Unbound-Siegerin erreichte nach 4 Stunden, 1 Minute und 46 Sekunden das Ziel und sicherte sich damit überlegen den Deutschen Meistertitel. Auf dem zweiten Platz landete Katharina Palm, mehrfache Deutsche Meisterin im Mannschaftszeitfahren, mit einer Zeit von 4 Stunden, 4 Minuten und 21 Sekunden. Romy Kasper komplettierte das Podium mit einem Rückstand von über drei Minuten (4:07:35 Stunden) auf die Siegerin. Die deutsche Bahnrad-Olympiasiegerin Lisa Klein erreichte den achten Rang - die Deutsche Meisterschaft Gravel freute sich über prominente Starterinnen.

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Rosa Marie Klöser DM Gravel 2025Foto: Sportfreunde NeuseenlandRosa Marie Klöser DM Gravel 2025

Der offizielle Startschuss für die Deutsche Meisterschaft Gravel erfolgte durch den Bürgermeister von Belgern-Schildau, Ingolf Gläser. Unter den Teilnehmern befand sich auch Thorben Haushahn, der den Bund Deutscher Radfahrer e. V. (BDR) im Bereich Marketing unterstützt und als Koordinator für den Bereich Gravel fungiert.

Deutsche Meisterschaft Gravel mit Breitensport-Events

Bereits am Samstag fanden in Taura drei Jedermann-Rennen über Distanzen von 30, 60 und 100 Kilometern statt. Diese Breitensport-Veranstaltungen erfreuten sich mit über 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmern großer Beliebtheit. Besonders bemerkenswert war die Teilnahme des Paracyclisten Jan Wiedemann, der die herausfordernde 100-Kilometer-Strecke in Angriff nahm. Neben zahlreichen deutschen Hobbyathletinnen und -athleten gingen auch internationale Starterinnen und Starter an den Start, was die wachsende Bedeutung des Gravelsports unterstreicht.

Deutsche Meisterschaft Gravel Zukunftsperspektiven

Die erfolgreiche Premiere der Deutschen Gravel-Meisterschaft in Sachsen könnte für die Region nachhaltige Effekte haben. Projektleiter Friedemann Trepte zeigte sich nach dem Event zufrieden: "Wir sind stolz, dass wir die Deutsche Meisterschaft Gravel erstmals nach Sachsen holen konnten – und dass so viele Athletinnen und Athleten für großartigen Sport gesorgt haben", sagte er. "Das Wochenende hat gezeigt, welche Faszination der Gravelsport ausübt – von den Profis bis zu den Hobbysportlern."

Auch Bürgermeister Ingolf Gläser unterstrich das Potenzial der Region für künftige Radsport-Veranstaltungen: "Dieses Wochenende hat eindrucksvoll gezeigt, dass Taura und die gesamte Region prädestiniert für hochkarätige Radsport-Events sind. Wir möchten auch in Zukunft Gastgeber sein und die Region als attraktives Ziel für den Gravelsport etablieren."

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