Obwohl es sich um eine Premiere handelt, war der Ansturm auf die Startplätze groß: schon Monate vorher waren alle Startnummern vergeben. Doch der Vertrauensvorschuss dürfte jetzt etwas abgenommen haben. Die Pedal Performance Group verlegt die Premiere des Rennrad-Events Carinthia200 vom 31. Mai auf den 20. September 2026. Die Entscheidung fiel laut einer Pressemitteilung in Abstimmung mit der Region Villach Tourismus, den zuständigen Behörden und Einsatzkräften.
Straßensanierungen nach dem Winter auf einem Streckenabschnitt verhindern demnach die Durchführung im Mai. Der Veranstalter hat den Genehmigungsprozess für die Strecke am neuen Termin bereits eingeleitet. Die Veranstaltung war wenige Wochen nach Bekanntgabe mit 2.000 Startplätzen ausgebucht. Julius Rupitsch versteht, dass die Verschiebung zwei Monate vor dem geplanten Termin für viele enttäuschend ist. Der Veranstalter arbeitet an einem zusätzlichen Community-Event am ursprünglichen Eventwochenende Ende Mai.
Für die sportliche Konzeption des Events zeichnet Patrick Schörkmayer verantwortlich, der als Renndirektor des Carinthia200 fungiert und zudem langjährige Erfahrung als Renndirektor des Ironman Kärnten in Klagenfurt mitbringt. "Das Streckenkonzept vereint sportliche Herausforderung, Sicherheit und landschaftliche Highlights", erklärt Schörkmayer. Mit den drei angebotenen Distanzen von 200, 155 und 125 Kilometern soll das gesamte Spektrum der Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer angesprochen werden. Die Strecken führen durch die Region Villach und umfassen die Gebiete rund um den Faaker See und den Ossiacher See. Nach derzeitigen Planungen wird die lange Distanz rund 3285 Höhenmeter haben. Für die mittlere Distanz werden es rund 2630 Höhenmeter und für die kurze immer noch 1575 Höhenmeter sein. Hervorzuheben ist die versprochene Straßensperrung: die Straßen sollen laut Ankündigung während des Rennens komplett für den Verkehr gesperrt werden. In einzelnen Streckenabschnitten gelten die Sperren nur auf einer Fahrbahn - Radfahrer und öffentlicher Verkehr nutzen jeweils getrennte Fahrbahnhälften, abgesichert durch Verkehrspylonen.
Georg Overs, Geschäftsführer der Region Villach Tourismus GmbH, sieht das Carinthia200 als strategischen Baustein der touristischen Positionierung als Rennrad-Destination. Das Event führt durch die Landschaftsräume der Region Villach-Faaker See-Ossiacher See. Die Veranstaltung soll sich als wiederkehrendes Signature-Event etablieren und touristische Wertschöpfung generieren. Die Verschiebung gibt allen Beteiligten Zeit, die Rahmenbedingungen zu optimieren.

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