Benannt nach einem MythosLook präsentiert neues 785 Huez

Julian Schultz

 · 26.04.2024

Das Look 785 Huez erhält eine moderate Modellpflege. Im Fokus der Entwicklung stand das Gewichtstuning. Laut Herstellerangabe wiegt der Rahmen in mittlerer Größe 980 Gramm.
Foto: Look
Leicht, komfortabel, wartungsfreundlich: Mit diesen Eigenschaften steht das neue 785 Huez an der Startlinie. Im Profi-Peloton wird man das Wettkampfrad, benannt nach dem mythischen Anstieg in den französischen Alpen, nicht sehen. Simon Geschke & Co. vertrauen auf das schnellere 795 Blade RS.

“Ein Racebike mit Fokus auf Berge und Marathons” sei das überarbeitete 785 Huez laut des französischen Fahrradbauers. Dementsprechend fokussierte sich die Entwicklungsabteilung in Nevers auf einen möglichst leichten Carbonrahmen. 980 Gramm bringt dieser in mittlerer Rahmengröße auf die Waage. Ein ordentlicher Wert, den der einstige Pionier im Carbonrahmen-Bau dank hochwertiger Fasern und dünnwandiger Rohre realisiert. Mehr aber auch nicht. Ausgewiesene Leichtbau-Experten basieren auf bis zu 180 Gramm leichteren Rahmen, selbst aerodynamisch optimierte Boliden sind nicht viel schwerer. Zum Vergleich: Für das 795 Blade RS, das Arbeitsgerät beim Team Cofidis um Simon Geschke, nennt Look ein Rahmengewicht von 890 Gramm (Größe S). Komplettradgewichte des 785 Huez teilten die Franzosen nicht mit.

785 Huez: Die wichtigsten Fakten

  • Gewicht Komplettrad: keine Angabe
  • Gewicht Rahmen: 980 Gramm (Größe M)
  • Gewicht Gabel: 390 Gramm (Größe M)
  • Stack/Reach/STR: 567/386 Millimeter/1,47
  • Maximale Reifenfreiheit: 32 Millimeter
  • Rahmengrößen: XS, S, M, L, XL
  • Preise: 3390 bis 6490 Euro

Bei der Rahmengeometrie geht die Neuheit einen Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort ein. Mit einem STR-Quotienten von 1,47 (Größe M) sitzt man weniger gestreckt als auf einem schnellen Wettkampfrad, aber sportlicher als auf einem langstreckentauglichen Marathonrad. Insgesamt fällt das Rahmen-Set unspektakulär aus und betont die Benutzerfreundlichkeit: Wartung und Positionsanpassung sind dank zweiteiliger Lenker-Vorbau-Kombi samt teilintegrierter Kabel und runder Sattelstütze samt externer Klemmung relativ einfach möglich. Aus der Zeit gefallen sind dagegen die serienmäßigen 25-Millimeter-Reifen. Gabel und Rahmen bieten immerhin Platz für bis zu 32 Millimeter breite Pneus.

Ausstattungen und Preise

Look bietet das 785 Huez in vier Ausstattungsvarianten zwischen 3390 und 6490 Euro an. Zudem ist ein Rahmen-Set für 2490 Euro erhältlich. Das Basismodell schaltet als einzige Version mechanisch, alle anderen Räder wechseln die Gänge auf Knopfdruck. Vorbau und Lenker sind bei allen Rädern aus Aluminium, Carbonfelgen kommen nur bei den beiden Top-Modellen zum Einsatz. Die Neuheit ist ab sofort in fünf Rahmengrößen erhältlich.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

785 Huez 105

tour/785-huez-pro-team-white-shimano-105-4_257432b5f57d58fdfb61551e0ea34386Foto: Look
  • Antrieb/Schaltung: Shimano 105 (2x12; 50/34, 11-34 Z.)
  • Laufräder: Shimano RS 171 (Alu)
  • Reifen: Hutchinson Challenger (25 mm)
  • Preis: 3390 Euro

785 Huez Rival eTap AXS

tour/785-huez-interference-red-sram-rival-etap-axs-2-1_4ecf446278b81516b268e3b5956bbc5dFoto: Look
  • Antrieb/Schaltung: SRAM Rival AXS (2x12; 48/35, 10-30 Z.)
  • Laufräder: Fulcrum Racing 900 (Alu)
  • Reifen: Hutchinson Fusion 5 (25 mm)
  • Preis: 4990 Euro

785 Huez 105 Di2

tour/785-huez-grey-blue-shimano-105-di2-2_177e2d5a42ba8fbd578b5e10ccc9975aFoto: Look
  • Antrieb/Schaltung: Shimano 105 Di2 (2x12; 50/34, 11-34 Z.)
  • Laufräder: Look R 38 Disc (Carbon)
  • Reifen: Hutchinson Fusion 5 (25 mm)
  • Preis: 5490 Euro

785 Huez Ultegra Di2

tour/785-huez-pro-team-black-64-1_a4b3dfd7ecebdcc9b37d287986c070b4Foto: Look
  • Antrieb/Schaltung: Shimano Ultegra Di2 (2x12; 52/36, 11-34 Z.)
  • Laufräder: Look R 38 Disc (Carbon)
  • Reifen: Hutchinson Fusion 5 (25 mm)
  • Preis: 6490 Euro

Julian Schultz ist studierter Sportwissenschaftler und gelernter Sportjournalist und zeichnet für Tests von Kompletträdern verantwortlich. Vom Wettkampfboliden bis zum Gravelbike testet er die neuesten Modelle und hält die Augen nach aktuellen Trends offen. So auch bei der Tour de France, wo sich der Test-Redakteur seit 2022 auf die Suche nach technischen Details und Geschichten aus dem Fahrerlager macht.

Meistgelesen in dieser Rubrik