Bei den französischen Meisterschaften eröffnete sich am vergangenen Sonntag ein kurioser Anblick. Bei den meisten Rennen der WorldTour vertreten acht Fahrer ein Team, bei der Präsentation auf der Bühne haben sie ohne Probleme genug Platz. Beim Elite Rennen der Männer sah das in Frankreich ganz anders aus. Gleich 31 Fahrer des Teams Groupama - FDJ United versammelten sich vor dem Rennen. Da kann es schonmal eng werden.
Aber nicht nur in Frankreich war eine solche Übermacht bei den nationalen Meisterschaften zu beobachten. Bei der norwegischen Meisterschaft der Elite Herren war es sogar noch eine Ecke verrückter. 14 Uno-X Mobility Fahrer gingen dort an den Start. Alle 14 belegten die vorderen Plätze, nur unterbrochen durch den achten Platz mit Embret Svestad-Bårdseng von Netcompany Ineos. Die Ausreißergruppe hatte es dort so richtig in sich. Sie bestand im entscheidenden Teil des Rennens bis auf Svestad-Bårdseng nur noch aus Fahrern des norwegischen Teams Uno-X Mobility.
So scheint es zumindest. Sowohl in Frankreich, als auch in Norwegen, stand am Ende ein Fahrer der übermächtigen Teams ganz oben auf dem Podest der Meisterschaften. Romain Grégoire siegte in Frankreich, nachdem seine 30 Teamkollegen ihm das Finale bestens vorbereitet hatten. Auch in Norwegen triumphierte am Ende ein Uno-X Mobility Fahrer. Anders Skaarseth darf ab jetzt das nationale Meistertrikot tragen. Einen gewissen Vorteil scheint ein starkes Team also definitiv mit sich zu bringen.
Aber warum gibt es eigentlich so viele Fahrer eines Teams bei gewissen nationalen Meisterschaften? Zu erklären ist das mit dem nationalen Fokus einiger weniger Teams auf höchstem Niveau. Während in kleineren Teams der unteren Radsport-Kategorien meist viele Fahrer des Landes starten, aus dem das Team selbst kommt, haben vor allem WorldTour-Teams oft einen internationalen Charakter. Aber eben nicht alle. Groupama - FDJ United und auch Uno-X Mobility bilden dabei eine klare Ausnahme. Die meisten Fahrer dieser beiden Teams stammen aus Frankreich beziehungsweise Norwegen. Besonders französische Mannschaften mit nationalem Fokus sind dafür bekannt sich intern auf der Landessprache zu verständigen. Auch deshalb ist es für Profis aus dem Ausland oft schwierig sich in solch bestehende Gruppen zu integrieren.
Gibt es noch mehr solcher verrückten Ergebnisse und Szenen bei nationalen Meisterschaften? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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