«Er war am Limit»Kann Lipowitz Pogacar schon knacken?

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 · 04.05.2026

«Er war am Limit»: Kann Lipowitz Pogacar schon knacken?Photo: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
Maximaler Puls, großer Erfolg: Florian Lipowitz hielt bei der Tour de Romandie lange mit Tadej Pogacar mit.
Am Ende der Tour de Romandie trennen Florian Lipowitz und Superstar Tadej Pogacar nur 42 Sekunden. Die Formkurve des Deutschen zeigt steil nach oben. Was bedeutet das für die Tour de France?

Florian Lipowitz wird Tadej Pogacar so schnell nicht los. Nach dem knapp verlorenen Duell in der Romandie kreuzen sich die Wege Anfang der Woche in den Alpen wohl schon wieder. «Wir machen drei Tage Streckenbesichtigung. Er hat genau denselben Plan», sagte Lipowitz dem ZDF.

Dabei geht es um die Erkundung einiger Etappen der Tour de France, was sowohl der Saison-Höhepunkt des Radsports als auch das nächste Wiedersehen mit dem Slowenen sein wird. In der Westschweiz distanzierte Pogacar die deutsche Hoffnung im Gesamtklassement um 42 Sekunden - so nah war das Duo noch nie beieinander.

Eine Uhr, viel Selbstvertrauen

«Es gibt mir auf jeden Fall Zuversicht für die Tour, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagte der spürbar zufriedene Lipowitz. Zu Beginn des Frühjahres hatte es noch anders ausgesehen. Wegen eines Infekts musste Lipowitz ein Höhentrainingslager verkürzen, landete bei den schweren spanischen Rundfahrten in Katalonien und im Baskenland dennoch auf dem Podium.

Bei der Tour de Romandie komplettierte er den Treppchen-Hattrick. Belohnung war neben einer noblen Uhr vom Rennsponsor vor allem eine üppige Portion Selbstvertrauen. Denn Lipowitz' Fahrweise auf der Schlussetappe sorgte auch beim unantastbar wirkenden Pogacar für erhöhten Puls. «Als er das zweite Mal attackiert hat, war das ziemlich beeindruckend», befand der Weltmeister. Das merkte auch Lipowitz: «Tadej war am Limit.»

Doch weder Pogacar noch Lipowitz sind bereits an ihrem Leistungszenit angekommen. Der soll erst während der am 4. Juli in Barcelona startenden Tour erreicht werden. Der Plan bis dahin liegt bereit. Nach der Streckenbesichtigung geht es für Lipowitz zunächst vier bis fünf Tage nach Hause. Noch einmal runterfahren vor dem heißen Sommer.

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«Schritt nach vorn»

«Dann geht es ins Höhentrainingslager in die Sierra Nevada, danach zur Slowenien-Rundfahrt und dann ist auch schon die Tour», erklärte Lipowitz den Fahrplan und war sich sicher: «Pogacar wird Richtung Tour sicher noch ein, zwei Prozent zulegen.»

Das ist bei der deutschen Hoffnung allerdings auch nicht ausgeschlossen. «Ich habe im Vergleich zum Vorjahr einen Schritt nach vorn gemacht», sagte Lipowitz. Im Vorjahr belegte er bei der Tour Platz drei hinter Pogacar und Jonas Vingegaard. Das Duo wird auch in diesem Jahr dabei sein, hinzu kommt womöglich Frankreichs Wunderknabe Paul Seixas. Der 19-Jährige zögert noch mit der Entscheidung, ob er sich die Tour bereits zutraut.

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