Fixie-KlassikerDas lergendäre Surly Steamroller ist zurück

Josh Welz

 · 04.07.2026

Ikone in der Fixie-Szene: das Surly Steamroller.
Photo: Surly/Jamie Cooper
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​Fixie-Fahrer aufgepasst: Die Kultmarke Surly bringt seinen Klassiker Steamroller zurück auf die Straße - als Rahmen-Set mit Brems-Update.

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Urbane Fahrradkultur

​Es gibt wenige Rahmen, die den Begriff der modernen Urban-Bike- und Fixie-Kultur so maßgeblich geprägt haben wie das Surly Steamroller. Im Jahr 2000 erblickte das Modell erstmals das Licht der Welt – eine Zeit, in der der breite Fahrradmarkt noch von dreifachen Kettenblättern dominiert wurde, legendäre Treffpunkte wie das Triple Rock noch geöffnet hatten und die Knie der heutigen Rad-Veteranen beim Treten noch keine verdächtigen Geräusche machten. Über eine beispiellose Laufzeit von 23 Jahren hinweg entwickelte sich das Steamroller zu einer absoluten Konstante auf den Straßen weltweiter Metropolen. Es war das bevorzugte Werkzeug von Fahrradkurieren, der treue Begleiter für den täglichen Weg zur Arbeit, das Transportmittel für Unplugged-Konzertbesuche und das unzerstörbare Gefährt für nächtliche Touren zu abgelegenen Kneipen.

Der anhaltende Erfolg des Steamrollers basierte seit jeher auf seiner kompromisslosen Reduktion auf das Wesentliche, kombiniert mit einer robusten Bauweise. Der straßensichere Stahlrahmen verzehrt Schlaglöcher, Kantsteine und die harten Bedingungen des urbanen Dschungels klaglos. Ein weiteres entscheidendes Merkmal, das das Steamroller von klassischen, engen Bahnrahmen abhob und flexibel machte, war seine großzügige Reifenfreiheit: Gabel und Hinterbau bieten Platz für 38 Millimeter breite Reifen auf 28-Zoll-Laufrädern. Damit antizipierte Surly bereits vor über zwei Jahrzehnten Reifenbreiten, die heute im modernen Gravel- und All-Road-Bereich zum guten Ton gehören.

Das dezente, aber entscheidende Update

Die lang erwartete Neuauflage kommt in der exklusiven Farbvariante „Anxious Lavender“ auf den Markt. Doch die Überarbeitung ist nicht nur optischer Natur: Surly hat dem Rahmen ein funktionales Detail spendiert, das unter eingefleischten Bahnrad-Puristen sicherlich für Gesprächsstoff sorgen wird. Das neue Modell verfügt ab Werk über Seilanschläge für eine wesentlich sauberere und elegantere Führung der Hinterradbremsleitung.

In gewohnt humorvoller Manier kommentiert der Hersteller diesen Schritt damit, dass man nach ein oder zwei internen „Sicherheitsbesprechungen“ beschlossen habe, dem Wunsch nach echten Bremsen nachzugeben. Wer auch weiterhin komplett nackt und ohne das „B-Wort“ unterwegs sein möchte, wisse schließlich ganz genau, wo man einen Winkelschleifer findet.

Das Steamroller wird ausschließlich als Rahmenset (Frameset), bestehend aus dem charakteristischen Stahlrahmen und der passenden Gabel, angeboten. Die Geometrie bleibt dabei ihren sportlichen, aber dennoch langstreckentauglichen Wurzeln treu. Mit einer Tretlagerabsenkung (BB Drop) von durchgehend 70 mm liegt das Rad stabil auf der Straße, während der kurze Radstand je nach Rahmengröße ein extrem agiles Manövrieren im dichten Verkehr ermöglicht.

Der Rahmen wird in fünf verschiedenen Größen von 49 cm bis 62 cm aufgelegt, sodass Fahrer jeder Statur die passende Basis für ihren individuellen Traum-Aufbau finden können. Da die Produktion streng limitiert ist, gilt das Prinzip: Wenn weg, dann weg. Kaufinteressenten können das Set direkt über die Hersteller-Website ordern oder über ihren lokalen Surly-Händler ein Custom-Bike planen.

Die Fakten Steamroller Rahmenset

  • Modell & Farbe: limitierte Sonderedition „Anxious Lavender“
  • Preis: 699 Euro
  • Wichtigste Neuerung: Integrierte Seilanschläge für Hinterradbremse
  • Reifenfreiheit: 28“ x 38 mm
  • Rahmengrößen: 49 cm, 53 cm, 56 cm, 59 cm und 62 cm

Geometriedaten

Rahmengröße (cm)4953565962
Oberrohr (mm)529,5547,0568,0587,0608,0
Überstandshöhe (mm)748,5780,5807,9835,2865,3
Reach (mm)388,1394,0402,3408,2420,6
Stack (mm)504,9531,3558,8586,4618,1
Radstand (mm)956,8966,5978,6987,51009,1

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Josh Welz

Josh Welz

Editor-in-Chief

Josh Welz studied sports journalism and, as editor-in-chief, shapes the journalistic direction of BIKE. In 2016, Welz picked up on the e-trend and developed the title EMTB. Accordingly, he likes to move between worlds. However, as his enthusiasm for crisp trails is greater than his training diligence, the pendulum often swings in the direction of "E".

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