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Werkzeug

Einzeltest: Reifenmontierhebel

Kuehn am 30.06.2008

Wenn alles gut geht, braucht ein Rennradfahrer seine Montierhebel nur alle Reifenleben lang einmal, und das ist dann nach 3.000 bis 5.000 Kilometern der Fall.

Wenn alles gut geht, braucht ein Rennradfahrer seine Montierhebel nur alle Reifenleben lang einmal, und das ist dann nach 3.000 bis 5.000 Kilometern der Fall. Weil das eine Weile dauert, fristen Reifenheber meist unbeachtet ihr Dasein im Satteltäschchen. Wenn allerdings der Pannenteufel zuschlägt und unterwegs schnell der Schlauch gewechselt werden soll, gibt es so manche negative Überraschung. Die Kunststoffhebel (Metall ist völlig ungeeignet) gibt es in vielerlei Varianten und in teils höchst interessanten und nicht zwingend sinnvollen Formen.

Reifenwechseln gehört zum Testalltag von TOUR, und da zeigt sich schnell, was die Hebel können. Wenig geeignet sind insgesamt dicke Hebel oder solche, die kurz hinter der Hebelspitze dicker werden – sie lassen sich nur schwer ansetzen, wenn der Reifen stramm auf der Felge sitzt. Unter diese Gattung fallen beispielsweise die Modelle von Pedros (im Bild grün, pink und orange) sowie Contis schmaler Hebel mit Einhängevorrichtung. Schmale Hebel, wie der von Topeak, befördern den Reifen nur auf kurzer Strecke über das Felgenhorn und sind daher auch nicht optimal. Besonders gut im Handling sind schlichte, dünne aber etwas breitere Hebel wie von Conti, Michelin (Gelb) und Schwalbe (Blau). Die Heber von Conti sind insgesamt ziemlich weich und schaffen es teilweise nicht, den Reifen über das Horn zu hieven. Empfehlenswert daher: die Blauen von Schwalbe und die Gelben von Michelin.

PLUS: Schwalbe, Michelin

MINUS: Conti-Heber zu weich

Bezug/Info: Fachhandel

Preise: Conti, Michelin, Pedros, Schwalbe (je 3 Euro); Topeak “Shuttle Lever 1.2” (9,95 Euro)

Foto: Kraus

Kuehn am 30.06.2008
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