Trainingsgeräte

Einzeltest: Rollentrainer Kurt Kinetic Rock and Roll

Kuehn am 11.01.2011

Ein Fahrgefühl wie auf der Straße verspricht der Rollentrainer ”Rock and Roll”. Das ist nicht so falsch...

Der massive Gummipuffer zwischen Bremse und Rahmen macht’s möglich, im Wiegetritt zu fahren. Richtig gut geht das aber nur, wenn das Vorderrad auf einem als Zubehör lieferbaren, drehbar gelagerten Niveauausgleich steht. Noch mehr trägt die hydraulische Bremse zum überzeugenden Fahreindruck bei, deren Widerstand mit steigender Trittfrequenz progressiv anwächst; die Schwungmasse lässt sich von 2,2 auf satte 8,2 Kilogramm erhöhen – mehr bietet keine andere uns bekannte Rolle. Weniger überzeugen konnte die als Zubehör angebotene einfache Leistungsmessung. Ein auf den Widerstand der Bremse geeichter Computer soll aus Kurbel- und Radumdrehung die Wattzahl ermitteln. Bei Vergleichsmessungen mit einer PowerTap-Nabe erwies sich das Verfahren jedoch als ungenau. Bei niedriger bis mittlerer Leistung zeigte die Rolle bis zu 20 Prozent höhere Wattzahlen an, bei höherer Leistung jenseits von 200 Watt noch fünf bis zehn Prozent mehr als PowerTap. Zudem lieferte der Computer immer wieder unplausible Werte.

PLUS: hohe Schwungmasse; sehr gutes Fahrgefühl; standsicher; kein Kabelsalat; lebenslange Garantie

MINUS: Leistungsmessung ungenau; schwer (19 Kilo, mit zusätzlicher Schwungmasse 25 Kilo)

Preis 499 Euro

Sechs-Kilo-Schwungscheibe 79 Euro

Niveauausgleich 59 Euro

Leistungsmessung 99 Euro

Bezug/Info www.kurtkinetic.com

Foto: Daniel Kraus

Kuehn am 11.01.2011
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