Radcomputer

Radcomputer bis 500 Euro

Matthias Borchers am 20.09.2009

Wenn Sie Ihr Training verbessern oder gefahrene Touren akkurat archivieren möchten, sind Rad-Computer inklusive Auswertesoftware für den PC ein Muss. Im Praxistest: zehn Top-Geräte von sieben Herstellern zwischen 175 und 500 Euro.

Es gibt zwei Typen von Rennradlern: Der Genussradler pedaliert locker durch die Gegend, erfreut sich an der Landschaft, dem schönem Wetter und an der Bewegung. Am Ende der Ausfahrt steigt er zufrieden vom Renner und wirft noch einen flüchtigen Blick auf den kleinen Computer am Lenker. Aha, 95 Kilometer. Und … wow … V-max: 81,4 km/h! Danke, das reicht!

Der andere Typ ist der Datenfreak. Eine Passstraße mit schöner Aussicht bei Sonnenschein macht zwar auch ihn glücklich – aber noch nicht zufrieden. Schon während der Ausfahrt quälen ihn zahlreiche Fragen: Wie hoch bin ich? Wie viele Höhenmeter sind’s noch bis zur Passhöhe? Was sagt der Puls? Fahre ich mit der richtigen Trittfrequenz? Mehr Info, bitte!

Antworten auf all diese Fragen geben Hightech- Datensammler am Lenker. Verbunden mit Sensoren, die Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Herzschlag erfassen, verwandeln sie deren Signale in Zahlen, Graphen und Piktogramme. Und damit diese Antworten nicht verloren gehen, speichern die Rad-Computer alle Daten ab. Wieder zu Hause und via Kabel oder Auslesestation mit dem PC verbunden, erlaubt die mitgelieferte Software die Auswertung der Tourendaten. Zum Beispiel, ob man die Trainingsrunde im vergangenen Jahr um diese Zeit schneller und bei niedrigerem Puls absolviert hat. Wer seine Datenbank akribisch pflegt, kann sogar nachschauen, ob beim letzten Mal die Sonne schien, oder ob es wie aus Eimern schüttete.

Um herauszufinden, welcher Radcomputer den Datensammler-Job für Rennradler am besten meistert, haben wir zehn Multifunktionsgeräte von sieben Herstellern eingeladen.

KURZ & KNAPP

Die günstigsten und guten Datensammler unter den Rad- Computern inklusive Software kommen von Polar, Sigma und VDO für 200 Euro. Weniger gut schnitten Ciclosports “HAC 4000 Plus” und Trelock ab. Eine Sonderrolle als Trainer und Navigationsgerät spielt der “Edge 705” von Garmin.

Diese Radcomputer finden Sie im PDF-Download:

Ciclosport HAC 4000 Plus*)
Ciclosport HAC 5
Garmin Edge 705
Polar CS 400
Polar CS 600X
Sigma Rox 8.0
Sigma Rox 9.0
Suunto T6c Cycling
Trelock BB 4000i
VDO Z3

*) KORREKTUR: Im Rahmen des Tests wurde der “HAC 4000 Plus” aufgrund seiner Störanfälligkeit gegenüber Oberleitungen und Funksignalen anderer Radcomputer um eine Note abgewertet. Grund für die häufig falsche Geschwindigkeitsanzeige war nach einer erneuten Überprüfung jedoch ein parallel montiertes Fremdgerät, dessen Funksignale uncodiert auf der gleichen Frequenz wie der des “HAC 4000 Plus” übertragen werden. Da dieser Fall in der Praxis kaum auftritt, reduzieren wir die Abwertung auf eine halbe Note, der “HAC 4000 Plus” erhält also die Endnote 2,4.

Matthias Borchers am 20.09.2009
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