GPS für Rennradler GPS für Rennradler
Radcomputer

GPS für Rennradler

Carola Felchner am 23.08.2004

Orientierung per Display, immer und überall: So stellt man sich die Routenfindung mittels GPS vor. Doch erfüllen aktuelle Geräte diesen Anspruch für Rennradler? Wir haben sieben Modelle getestet. (TOUR 7/2004)

Genau genommen waren Hänsel und Gretel GPS-Pioniere. Die Brotkrumen-Spur, die sie im Wald streuten, um wieder nach Hause zu finden, ist in digitaler Form eine der Grundfunktionen moderner GPS-Handgeräte. Wenn Sie mit eingeschaltetem Gerät eine Strecke abfahren, setzt es mit der so genannten „Track“-Funktion automatisch in regelmäßigen Abständen Positionspunkte, die es dann zu einer gestrichelten Fährte zusammenbaut. Sie wird von den Geräteherstellern auf englisch tatsächlich „Breadcrumb Trail“ genannt: Brotkrumen-Spur. Anhand dieser Spur findet der Benutzer wieder zurück zum Ausgangspunkt. Man muss einfach nur darauf achten, dass der Pfeil im Display (der die Position des Gerätes und damit des Benutzers anzeigt) nicht von der gestrichelten Linie abweicht.

Doch Rennradfahrer bevorzugen erfahrungsgemäß Rundkurse. Also ergibt die „Track“-Funktion für Radler hauptsächlich dann Sinn, wenn man eine einmal gefahrene Strecke wiederfinden möchte oder jemandem, der die Gegend nicht kennt, eine Orientierungshilfe an die Hand geben will. Einige Veranstalter von Fahrradreisen bieten dies bereits an und schicken ihre Kunden mittels Leih-GPS auf Tour.

KURZ UND KNAPP

Um für Rennradtouren in Frage zu kommen, muss ein GPS-Empfänger leicht, kompakt und mit einer Hand zu bedienen sein. Wegpunkte sollte man mit wenigen Handgriffen setzen können. Mit nur einem Tastendruck klappt das bei „eTrexVista“ und „Summit“ von Garmin sowie „SporTrak“ von Magellan. Um die Navigationsmöglichkeiten ausschöpfen zu können, sollte das GPS-Gerät auf jeden Fall eine Computer-Schnittstelle haben. Die „Track“-Funktion arbeitete zuverlässig bei allen Geräten im Test. Um die übrigen Funktionen richtig zu bedienen, benötigten manche Geräte einige Einarbeitungszeit. Kritikpunkt bei allen Empfängern im Test: Die Displays sind nicht entspiegelt. Dafür sind die Bildschirme fast durchweg angenehm flächig. Bei eingeschalteter Beleuchtung entleeren sich die Batterien sehr schnell. Also Licht nur an, wenn es wirklich nötig ist.

Die GPS-Geräte in diesem Test:
Alan Map 500, Garmin eTrex Summit und eTrex Vista sowie Geko 201, Magellan SporTrak und Meridian Gold sowie SporTrak Map

Carola Felchner am 23.08.2004
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