Radcomputer

Einzeltest: Xplova GPS-Gerät

Matthias Borchers am 11.05.2010

”Drehen Sie, wenn möglich, um!” Diese freundliche Anweisung, die Sie vielleicht von Ihrem Navigationsgerät im Auto kennen, gibt’s nun auch für Rennradfahrer.

Der G5 von Xplova ist mit einem Touchscreen ausgestattet und erlaubt eine dynamische Zielführung wie man es von Auto-Navigationsgeräten kennt

Die Neuerung des GPS-Geräts “G5” der taiwanischen Firma Xplova im Vergleich zu anderen Outdoor-GPS-Geräten ist die dynamische Zielführung, “Routing” genannt: Nach Eingabe von Start- und Zielort berechnet das Gerät die Route und führt den Radler sprachunterstützt zum Ziel. Das funktioniert im Radmodus erstaunlich gut. Aus den vorinstallierten Karten (Deutschlandkarte ist aufgespielt) und Radrouten informationen wählt das Gerät verkehrsarme Nebenstraßen, leitet aber gelegentlich auch über unbefestigte Wege. Im Auto-Modus führt das Xplova über die gleichen Routen wie alle Navis.

Die Bedienung des inklusive Halter 170 Gramm schweren Geräts erfolgt hauptsächlich über den 5,5 x 7,3 Zentimeter großen, berührungsempfindlichen Bildschirm und drei kleine Bedienknöpfe an der linken Gehäuseseite. Ladegerät und PC werden über USB-Anschluss verkabelt, auf der Gehäuserückseite ist ein Fach für eine Micro-SD-Speicherkarte. Der integrierte Akku hält bei maximaler Displaybeleuchtung etwa sechs Stunden.

Die Benutzung ist einfach und intuitiv; die Kartenansicht lässt sich vergrößern und verkleinern – praktisch beim Wechsel von der Stadt- zur Überlandfahrt. Der Monitor dagegen ist in der Dämmerung ohne Fremdlicht nur bei maximaler Displaybeleuchtung gut ablesbar. Bei Sonnenschein oder bewölktem Himmel stören Spiegelungen erheblich. Das Gerät lässt sich mit Brustgurt, Trittfrequenz- und Geschwindigkeits-Sensoren zum Trainingscomputer erweitern und ist dank des Übertragungsstandards ANT+ auch mit Leistungsmessgeräten anderer Hersteller kompatibel.

Praktisch: Durch die Verknüpfung von Routen punkten und Trainingsdaten kann man an jedem Streckenpunkt die Leistungsdaten sichtbar machen.

PLUS: einfache Bedienung; wetterfest; dynamische Zielführung; für viele Sportar ten geeignet

MINUS: Touchscreen schlecht ablesbar; reagiert teilweise träge; zu kleine Bedienknöpfe

 

Bezug/Info: Ciclosport, Telefon 0900/1235000 (99 Cent pro Minute), www.ciclosport.de

Preis: 499 Euro (Sensoren, weiteres Zubehör gegen Aufpreis) www.ritcheylogic.com

Foto: Matthias Borchers

Matthias Borchers am 11.05.2010
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