Radcomputer

Einzeltest: Powermeter SRM Dura-Ace Wireless

Kuehn am 30.11.2008

Ab sofort geschieht die Datenübertragung von allen SRM-Messkurbeln inklusive Geschwindigkeitssignal zum Computer ”Powercontrol” kabellos. Die neue ”Wireless”-Version hat mehrere Vorteile gegenüber der alten Kabeltechnik.

Ab sofort geschieht die Datenübertragung von allen SRM-Messkurbeln inklusive Geschwindigkeitssignal zum Computer ”Powercontrol” kabellos. Möglich macht dies der sogenannte ”ANT+Sport Protokoll”-Übertragungsstandard. Die neue ”Wireless”-Version hat mehrere Vorteile gegenüber der alten Kabeltechnik: Das System ist mit Kurbelgarnitur, Watt-Sensor, Lenkerhalter und in einen im Schnellspanner integrierten Geschwindigkeits-Sensor in zehn Minuten montiert. Anschließend müssen die Sensoren aktiviert und mit dem ”Powercontrol” gepaart werden, was im zweiten Anlauf funktionierte. Der Watt-Sensor sitzt nun fest zwischen Tretlager und Schaltzugführung und kann nicht mehr verrutschen, wie es beim alten Sensor mit Gummihalterung immer wieder passierte. Datenverluste mangels Kontakt sind so fast ausgeschlossen. Und: Die Optik des Rades bleibt dank fehlender Kabel erhalten. Dem neuen Computer ”Powercontrol VI” haben die SRM-Entwickler außerdem endlich einen Höhenmesser spendiert, mit dem sich Höhenprofile in die Auswertediagramme integrieren lassen.

Für einen ausgiebigen Test bei der TOUR-Trans-Austria wählten wir den Powermeter als Dura-Ace-kompatible Kompaktversion. Montiert haben wir das System an einem 2009er-”Roubaix SL2” von Specialized, bereits ausgestattet mit der neuen Dura-Ace-Gruppe von Shimano. Erste Erkenntnis: Die SRM-Kurbelgarnitur ließ sich problemlos mit dem neuen Hebel schalten, die neue Kette verursachte an den alten Kettenblättern keine auffälligen Geräusche und wanderte beim Schalten problemlos vom kleinen aufs große Kettenblatt und umgekehrt. Bei unserem Test wollte der Lithium-Ionen-Akku im ”Kästchen” nach drei Etappen mit einer Nettofahrzeit von knapp 18 Stunden frischen Strom, wobei sich der Akkuzustand per Tastendruck ständig kontrollieren lässt.

Einmal während der Trans-Austria-Woche blieb die Poweranzeige im Display mehr als eine Stunde leer. Woran dies lag, ließ sich nicht ermitteln. Die mitgelieferte Software scheint in der Version 6.40.07 nicht frei von Bugs, da der Datentransfer vom Computer auf den Rechner nicht immer auf Anhieb funktionierte; zudem waren manche Menüs grafisch unvollständig.

PLUS: einfache Montage; Powersensor sitzt verrutschsicher; Höhenmesser integriert

MINUS: hoher Preis; Software nicht fehlerfrei; Bedienung der Software wenig intuitiv

Bezug/Info: Schoberer Rad Messtechnik SRM, Telefon 02461/69123-0, www.srm.de

Preis: 3.510,50 Euro

Fotos: Uwe Geißler

Kuehn am 30.11.2008
    Anzeige
  • Das könnte Sie auch interessieren