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Reise Oman: Bikepacking im Osten der Arabischen Halbinsel

Zwei Frauen suchen das Abenteuer im Sultanat Oman

Mareike Röwekamp am 21.11.2020

Mehr als tausend Kilometer durch Wüste, über Berge, zu Oasen und Wadis. GPS-Daten der Zehntagestour gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 12/2020

Oman liegt im Südosten der Arabischen Halbinsel und grenzt an die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und den Jemen. Das Land war in der Antike bekannt für die Herstellung und den Export von Weihrauch; die Seidenroute folgte den Küsten am Arabischen Meer. Die heute knapp fünf Millionen Einwohner leben vorwiegend in Städten: in der Hauptstadt Maskat rund 30.000, in ihrer Agglomeration aber mehr als eine Million. Das Sultanat ist eine absolute Monarchie. Es besitzt zwar eine Verfassung, vom Sultan ernannte Minister und zwei nationale Parlamente, Letztere haben jedoch nur beratende Funktion.

Unsere Radstrecke führt von Maskat westwärts ins Binnenland, um von dort einige spektakuläre Regionen zu entdecken, darunter das Hadschar-­Gebirge mit seinem höchsten Punkt, dem Dschabal Schams ("Berg der Sonne") auf etwa 3.000 Meter Höhe (Angaben sind nicht einheitlich), dem dritthöchsten Berg der arabischen Halbinsel. Ebenfalls beeindruckend ist die südlich gelegene Wahiba-Sandwüste in der Provinz Ash Sharqiyah. Im Osten erreicht die Strecke das Arabische Meer und folgt der Küstenstraße entlang sanfter Sandstrände und steiler Felsküste zum Cap Al Hadd. Danach folgt unsere Route dem Golf von Oman, zum Schluss durch das hügelige Binnenland.

Der überwiegende Teil der Strecke führt über ebene, sehr gut asphaltierte Straßen, streckenweise mit dichtem Verkehr, besonders im Einzugsgebiet der Hauptstadt. 95 Prozent sind Asphalt, 5 Prozent Schotter. Besondere Erwähnung verdient der Anstieg zum Dschabal Schams. Steigungen bis zu 20 Prozent auf Asphalt und Schotter lassen das Radfahrerherz nicht nur sprichwörtlich höherschlagen. Gute Radbeherrschung und Voraussicht sind dort erforderlich. Und bei der Abfahrt gilt: Sicherheit vor Schnelligkeit, besonders mit Gepäck. Jeder, der oben und dann auch wieder unten ankommt, weiß insgeheim: Schieben ist keine Schande.

Mareike Röwekamp am 21.11.2020
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