La Réunion La Réunion

Tropische Frankreich-Reise: vier Rennradtouren auf La Réunion

Frankreichs Inselparadies im Indischen Ozean: La Réunion

Sven Bremer am 19.10.2018

Frankreichs Trauminsel im Indischen Ozean fordert den Radler mit unzähligen Steigungen in einer grandiosen Vulkanlandschaft. GPS-Daten für vier Touren gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 11/2018

Die Insel La Réunion liegt 700 Kilometer östlich von Mada­gaskar im Indischen Ozean. Gemeinsam mit Mauritius und Rodrigues bildet die rund 2.500 Quadratkilometer große Insel (850.000 Einwohner) das Maskarenen-­Archipel. La Réunion gehört aber als Übersee-Département zu Frankreich. Dort wird in Euro bezahlt, Französisch ist Amtssprache. Viele Réunionesen sprechen im Alltag jedoch kreolisch. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs, der Piton de la Fournaise zählt zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Höchste Erhebung ist der 3.071 Meter hohe Piton des Neiges. Landschaftlich bietet die Insel einen unfassbar schönen Mix aus Palmenstränden, La­gunen und einer atemberaubend vielfältigen Berglandschaft mit tropischen Wäldern und den drei wilden, höchst unterschiedlichen Talkesseln von Cilaos, Salazie und Mafate.

La Réunion ist kleiner als Mallorca, die Berge ragen aber mehr als doppelt so hoch auf. Und die Straßen, deren Belag überwiegend in erst­klassigem Zustand ist, führen nicht selten vom Meer auf über 2.000 Meter Höhe. Letztendlich ist es die Kom­bi­nation aus reichlich Höhen­metern und fiesen Rampen, die einem dort den Zahn ziehen. Wir haben uns, auch auf Anraten der Ein­heimischen, entschieden, die heftige Tour auf den Maïdo am Rande des Mafate-­Kraters zu streichen und stattdessen die ruhigere Tour 1 anzubieten. Den Ausblick vom Maïdo sollte man sich aber nicht entgehen lassen – wir sind mit dem Auto hochgefahren (früh aufstehen, sonst ist der Talkessel wolkenverhangen!). Apropos Autos: Davon gibt es leider auch auf den Nebenstrecken reichlich. Die Ein­heimischen sind zwar entspannte Menschen, mit dem Auto fahren aber einige von ihnen wie die Henker.

Sven Bremer am 19.10.2018