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Reise Frankreich: Vier Rennradtouren in den Cevennen

Einsame Cevennen: Der schöne Süden Frankreichs

Joscha Weber am 14.03.2020

Bergig, abgelegen, karg: Im Süden Frankreichs finden gestresste Radler auf hohen Plateaus und in tiefen Schluchten die Ruhe der Landstraße. GPS-Daten gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 4/2020

Die Cevennen liegen im Süden Frankreichs, allerdings noch ein gutes Stück nördlich der Mittelmeerküste. Als südöstlicher Ausläufer des Zentralmassiv sind sie geprägt von Bergen, Flusstälern und verkarsteten Hochebenen. Die größeren Städte liegen allesamt am Rande der Cevennen, zum Beispiel Mende im ­Norden (12.000 Einwohner), Alès (40.000) im Südosten oder Millau (22.000) im Südwesten. Große Teile der Cevennen sind unbewohnt, die Region gilt als die am dünnsten besiedelte Frankreichs. Höchster Berg ist der Mont Lozère (1.699 m). Touristenmagneten sind im Sommer die schluchtartigen Flusstäler der Gorges du Tarn, Gorges de la Jonte und Gorges de l’Ardèche. Unser Ausgangsort Ispagnac hat nur rund 900 Einwohner und liegt günstig, da alle Sehenswürdigkeiten der Cevennen von hier gut erreichbar sind.
Drei Touren beginnen und enden in Ispagnac, nahe Florac. Dort findet man zum Start der Tour alles, was man in Frankreich braucht: einen ordentlichen Café und ein frisches Croissant. Die vierte Tour startet im etwas größeren Meyrueis und folgt der originalen Route von "Das Rennen" von Autor Tim Krabbé. Die Routen sind alle anspruchsvoll, angesichts dessen fühlt sich die kürzere Tour 2 schon fast wie ein Ruhetag an. Aus jedem Gorges-­Tal gilt es einige Höhenmeter zu überwinden, ehe der Blick auf den Hochplateaus der Causses in die Ferne schweifen kann. Die Anstiege auf die höchsten Berge (Lozère und Aigual) sind lang, aber nie steil. Bedenken sollte man bei jeder Ausfahrt, dass es kaum Gelegenheiten zum Kauf von Verpflegung oder Wasser gibt – gegen den Durst muss oft ein Dorfbrunnen reichen.

Joscha Weber am 14.03.2020
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