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Deutschland: Die schönsten Rennradtouren rund um Herborn

Kurztrip in Mittelhessen: Steile Hügel an Lahn und Dill

Konstantin Rohé am 15.03.2019

Viel Natur, wenig Verkehr: Zwischen Westerwald und den Tälern von Lahn und Dill, liegt ein kaum bekanntes Rennradrevier. GPS-Daten für zwei Touren gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 4/2019

Tour 1 (100 Kilometer, 1.500 Höhenmeter, max. 18 % Steigung)
Berg- und Flussfahrt

Runde vom Westerwald ins Lahn- und Dilltal. Zu Beginn wartet der Westerwald, dessen höchste Erhebung, die Fuchskaute (657 m), wir umfahren. Danach geht es 25 Kilometer bergab, auf dem Radweg, einer ehemaligen Bahntrasse, durchs ­schöne Ulmtal ins weite Lahntal. Von dort führt ein kleines Sträßchen ins mittel­alterliche Braunfels mit seinem Schloss. Ein zweites Mal überqueren wir die Lahn – und klettern kurz zum Bergwerk "Grube Fortuna", von wo es steil bergab geht ins Dilltal. Dem folgt die Route aufwärts, macht dann einen Schlenker, der mächtig fordert: Der steile Anstieg zur Burg Greifenstein lohnt aber wegen des Ausblicks.

Tour 2 (108 Kilometer, 1.700 Höhenmeter, max. 12 % Steigung)
Durchs Hinterland

Mit vielen Anstiegen gespickte Runde durchs einsame, sogenannte hessische ­Hinterland. Nach relativ flachen Kilometern im Aartal beginnen hinter Bischoffen die zahlreichen Anstiege. Der höchste Punkt der Runde, kurz hinter Dernbach, erreicht 520 Meter Höhe und liegt fast an ihrem nördlichsten Punkt. Später umfährt man den weit sichtbaren, kegelförmigen Dünsberg (498 m), dessen drei Kilometer lange und 200 Höhenmeter überwindende Auffahrt (bei Km 68,6 rechts) sich aber in einem derart schlechten Zustand befindet, dass sie Rennradlern nicht wirklich zu empfehlen ist – wer sich trotzdem traut: Das Panorama vom Aussichtsturm ist eine Schau! Und auf dem Berg gibt’s eine Raststätte.

Konstantin Rohé am 15.03.2019