Trentino Trentino

Reise Italien: Vier Rennradtouren im Trentino

Kletterpartie rund um das Val Sugana

Matthias Rotter am 20.09.2019

Der Erste Weltkrieg hinterließ im Trentino ein Netz an Militärstraßen, deren Serpentinen Rennradler tief in die Vergangenheit führen. GPS-Daten gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 10/2019

Die italienische Provinz Trentino schließt südlich an Südtirol an. Sie erstreckt sich beiderseits des Etschtals, im Westen über die Brenta-Gruppe hinweg, im Osten bis zur Marmolada und zu den Fleimstaler Alpen. Im Süden stößt das Trentino ans Nordende des Gardasees. Die Hauptstadt der Provinz ist Trento im Etschtal, zu deutsch Trient, mit rund 120.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in den Alpen. Die Tourenregion fokussiert sich auf den südöstlichen Teil des Trentino, rund um die Valsugana. Dieses große, tief eingeschnittene Tal verläuft in West-Ost-Richtung von Trento nach Bassano del Grappa. Die Touren führen deshalb auch ins benachbarte Venetien hinüber; Ausgangspunkt ist der Ort Levico Terme, etwa 20 Kilometer östlich von Trento gelegen. Zwei Seen, Lago di Levico und Lago di Caldonazzo, bieten nach den Touren Gelegenheit zur Abkühlung.

Trento liegt gerade einmal auf 200 Metern Höhe, Levico auf rund 500 Metern. Deshalb ­ergeben sich aus den tiefen Talsohlen von Etsch und Brenta (Valsugana) und den bis zu 2.000 Meter hohen Pässen beein­druckende Höhenunterschiede, etwa an der Südseite des Passo Manghen. Andererseits finden Radler in den ­Tälern auch schöne Strecken, um sich locker einzurollen. Das ist angesichts der Stei­gungen auch jedem anzuraten. Die Weltkriege haben das Straßennetz im Trentino stark geprägt. Zahllose ehemalige Versorgungswege durchziehen die Berge, kaum breiter als Feldwege, darunter etliche ­Geheimtipps für Pässesammler. Asphaltqualität und Beschil­derung sind aber zum Teil abenteuerlich. Tipp: 25, besser 28 Millimeter breite Reifen aufziehen! Eine Bergüber­setzung mit Rettungsritzel ist obligatorisch.

Matthias Rotter am 20.09.2019