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Radreise Italien: Vier Rennradtouren in der Emilia Romagna

Auf Pantanis Spuren im Hinterland der Adria

Patrick Kunkel am 15.02.2019

Die norditalienische Emilia-Romagna, Heimat des verstorbenen Radprofis Marco Pantani, bietet sich für einen Saisonauftakt geradezu an. GPS-Daten gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 3/2019

Die Emilia-Romagna liegt in Norditalien und ist eine von 20 Regionen des Landes. Die Gegend zwischen Apennin
und der Po-Ebene grenzt im Norden an die Lombardei, das Veneto und das Piemont; im Westen liegt Ligurien, im Süden befinden sich der Zwergstaat San Marino, die Marken und die Toskana – und im Osten die Adria. Die südöstlich gelegene Provinz Rimini ist überraschend vielfältig: Der dichter besiedelte und flache Küstenstreifen geht rasch in die hügeligen, einsamen Vorberge des Apennin über. Der Landstrich zeugt von der Arbeit der Menschen, die ihn seit Jahrhunderten bewohnen und hier Wein, Oliven, Getreide, Obst und Gemüse anbauen, besitzt aber auch große Flächen Wald.

Die waldreichen Berge und Hügel des Apennin-Gebirges sind optimal zum Rennradfahren. Unser Tourengebiet, das hügelige bis bergige ­Hinterland von Cesenatico, Rimini und Cattolica, ist von einem dichten Straßennetz durchzogen. Die Bergetappen vor allem im Valmarecchia und im Montefeltro haben es in sich, besonders der Anstieg auf den 1.415 Meter hohen Monte Carpegna, der auf der Grenze zwischen Emilia-­Romagna und den Marken liegt. Die Straßen sind in ­einem überwiegend guten Zustand, und die Region investiert derzeit kräftig in die Infrastruktur. Dennoch sollte man sich auf das ein oder andere Schlagloch gefasst machen und vor allem in den Abfahrten vorausschauend fahren. Meist pedaliert man fernab des Autoverkehrs, auf einigen der etwas stärker befahrenen, unvermeidlichen Verbindungsstrecken zeigten sich die Autofahrer meist rücksichtsvoll. Die verkehrs­armen Nebenstrecken muss man sich aber erarbeiten: Sie führen meist über die Höhenzüge und Kämme von Tal zu Tal. Wer es weniger bergig mag, kann seine Runden auch in den Tälern drehen, muss dort aber etwas mehr Verkehr in Kauf nehmen.

Patrick Kunkel am 15.02.2019