Apennin 2018 Apennin 2018

Italien: Rennradtouren durch Piemont, Ligurien und Toskana

In vier Etappen durch die einsamen Berge des Apennin

Matthias Rotter am 24.08.2018

Südlich von Alpen und Po-Ebene beginnt der Apennin. Vier Tage durch einen eine dünn besiedelte Bergwelt, die kaum ein Tourist besucht. GPS-Daten gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 9/2018

Der Apennin ist der längste Gebirgszug Italiens. Er beginnt in Norditalien am Südrand der Po-Ebene und zieht sich 1.500 Kilometer nach Süden bis nach Kalabrien. Unsere Tour verläuft im nördlichsten Teil des Gebirges. Start ist im Ligurischen Apennin, dann schlängelt sich die Route am Hauptkamm entlang, stets an der Grenze zwischen den Regionen Emilia-Romagna und Toskana. Auf der letzten Etappe, die Richtung Massa ans Meer führt, durchquert man das Teilgebirge Apuanische Alpen mit den berühmten Marmorsteinbrüchen von Carrara. Dort sind die Berge im Vergleich zum weitläufigeren ligurischen Teil felsig, schroff und steil.
Halbherzig geflickter Asphalt, verwaiste Baustellen, scharfkantiger Rollsplit und marode Schilder. Die Straßenverhältnisse im Apennin sind extrem und können sich hinter jeder Kurve ändern. Besonders auf den Abfahrten ist eine vorausschauende und defensive Fahrweise ratsam, zumal in der einsamen Gegend nach einem Sturz kaum schnelle Hilfe zu erwarten ist. Die Route verläuft nämlich über lange Strecken auf schmalen bis sehr schmalen Straßen mit verschwindend geringem Verkehrsaufkommen. Das Profil ist extrem hügelig, längere Anstiege mit 1.000 Höhenmetern am Stück können sich mit alpinen Passfahrten messen. Obwohl extrem steile Rampen eher selten vorkommen (zumindest auf unserer Route), ist eine ordentliche Bergübersetzung empfehlenswert: Gepäck und der der raue Asphalt saugen zusätzlich Kraft aus den Beinen.


 

Matthias Rotter am 24.08.2018