Autofrei: alte Landstraße am Nordostufer des Lago d’Iseo Autofrei: alte Landstraße am Nordostufer des Lago d’Iseo
Italien

Italien: Lago d'Iseo (inkl. GPS-Daten)

Matthias Rotter am 26.06.2010

Fast unbemerkt zwischen Comer See und Gardasee liegt der Lago d’Iseo. Hier finden Rennradler großartige Pässetouren – und mit dem Passo del Vivione einen der schönsten Übergänge der Alpen.

Zwischen den großen Brüdern Comer- und Gardasee gelegen, blieb der Lago d’Iseo bis heute weitgehend vom Massentourismus und dessen Auswüchsen verschont. Was nicht heißt, dass an diesem malerischen Fleckchen stets andächtige Stille herrscht. Nein, auch hier herrscht besonders im August auch mal Chaos auf den Straßen, und Touristen verstopfen die schmalen Gassen der Dörfer am See. Aber mal ehrlich: Wer möchte schon seinen Cappuccino in einem menschenleeren Café auf einer verwaisten Piazza trinken? Im Vergleich zum Gardasee jedoch bleibt man am Lago d’Iseo von “Man spricht Deutsch”-Schildern verschont.

Für einen Alpensee liegt der Iseo tief. Auf gerade einmal 185 Metern Meereshöhe plätschern seine Wellen gegen die steilen Ufer. Das kommt dem Klima zugute, das Besucher am viertgrößten der Oberitalienischen Seen mit milden Temperaturen verwöhnt. Und Radlern, die das Klettern lieben. Zu den umliegenden Pässen entstehen beeindruckende Höhenunterschiede. Der im Vergleich mit großen Alpenpässen nur 1.434 Meter hohe Colle San Zeno wächst in der Achtung, wenn man weiß, dass bis zu seinem Scheitel stattliche 1.250 Höhenmeter warten.

Den gesamten Artikel und die GPS-Daten finden Sie unten als Download:

• Tour 1: Po-Panorama

79 Kilometer, 1.530 Höhenmeter, maximal 17 Prozent Steigung

• Tour 2: Zum Colle San Zeno

93 Kilometer, 1.800 Höhenmeter, maximal zwölf Prozent Steigung

• Tour 3: Der perfekte Pass

115 Kilometer, 2.080 Höhenmeter, maximal zehn Prozent Steigung

• Tour 4: Härtetest für Kletterer

112 Kilometer, 3.800 Höhenmeter, maximal 15 Prozent Steigung

GPS-DATEN: TOUR bietet die Daten der Touren zum kostenlosen Download an. Die Tracks im GPX-Format können Sie zum Nachfahren direkt auf ein GPS-Gerät laden oder am Computer in Google Earth oder Google-Maps betrachten.

Entlegen: schmales Traumsträßchen zum Passo del Vivione

Geschottert: ehemalige Militärstraße zum Passo della Spina

Matthias Rotter am 26.06.2010