Von der Südseite des Gaviapasses bietet sich ein fantastischer Blick auf die Gletscher der gewaltigen Adamello-Gruppe Von der Südseite des Gaviapasses bietet sich ein fantastischer Blick auf die Gletscher der gewaltigen Adamello-Gruppe

Anstiege der Alpen: Gaviapass

Gaviapass: Im Schatten des Stilfser Jochs

Kuehn am 30.05.2010

Zu Unrecht steht der Gavia etwas im Schatten des nahen Stilfser Jochs. Der Straße mangelt es zwar an einer vergleichbaren Zahl schöner Serpentinen, aber eingebettet zwischen dem Monte Gavia (3.223 m) und dem Corno dei Tre Signori (3.360 m), ist der Pass landschaftlich noch eindrucksvoller.

Giro d’Italia, 5. Juni 1988: Franco Chioccioli kämpft sich die schlammige Naturstraße hinauf zum Gaviapass. Er verliert dabei sein Rosa Trikot an Andrew Hampsten und kann nur ahnen, welcher Schneesturm ihn an der Passhöhe erwartet. Am nächsten Morgen titelt “La Gazzetta dello Sport” mit der Schlagzeile: “Der Tag, an dem die harten Männer weinten.”

2010 markiert der Gavia zum siebten Mal den höchsten Punkt der Italien-Rundfahrt – diesmal auf der 20. Etappe. Im Unterschied zu 1988 klettern die Profis dieses Jahr über die längere, aber weniger steile Nordseite von Bormio nach Ponte di Legno. Doch egal, von welcher Seite man hinaufklettert: Beide Anstiege führen wunderschön in die hochalpine, abgelegene Landschaft im Nationalpark Stilfser Joch.

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Weitere Pässe in der Nähe: Bernina und Mortirolo

Kuehn am 30.05.2010
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