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Reise Slowakei: Die schönsten Rennradtouren in der Tatra

Niedere und Hohe Tatra: Touren im Land von Peter Sagan

Matthias Rotter am 09.05.2020

Im Norden der Slowakei führen teils einsame und abenteuerliche Bergstraßen an die Füße der Hohen Tatra. GPS-Daten gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 6/2020

Wegen der vielen über 2.000 Meter hohen Berge wird die Hohe Tatra oft als kleinstes Hochgebirge der Welt bezeichnet; der Gerlachovský štít (Gerlsdorfer Spitze) erreicht als höchster Gipfel 2.655 Meter. Zwei Drittel der Hohen Tatra liegen in der Slowakei, das nördliche Drittel in Polen, wo auch der bekannte Skiort Zakopane liegt. Die slowakische Südseite hingegen ist im Ausland weniger populär. Dort gruppieren sich im Süden noch die Niedere Tatra dazu, im Westen die Kleine Fatra und im Osten die Mittelgebirgslandschaft Zips – die alle zu den Karpaten zählen. Zwei unserer Touren starten im Städtchen Poprad, von wo aus sich der östliche Teil des Reviers erkunden lässt, zwei weitere vom hübschen Dolný Kubín im Orava-Tal, zwischen der Stadt Žilina und der polnischen ­Grenze gelegen.

Rennradler dürfen keine hochalpinen Pässe erwarten, weil keine Straße das Gebirge durchquert – der Tatra-Nationalpark umfasst nahezu die gesamte Kernregion, erlaubt sind dort ausschließlich Wanderungen. Ausnahmen im slowakischen Teil bilden zwei Stichstraßen, die zu Bergseen führen. Beide zweigen von der Tatra-­Magistrale am Südrand des Gebirges ab (Tour 3). Am Hotel Sliezsky Dom erreichen Rennradler ihr höchstmögliches Ziel, (1.670 m) wobei jedoch in puncto Asphaltqualität Nehmerqualitäten gefordert sind. Mit schlechtem Asphalt muss man leider im gesamten Tourenrevier rechnen, ein Komfortrenner mit dicken Reifen oder ein Gravelbike sind deshalb zu empfehlen; zudem eine Berg­übersetzung. Außerdem: Da sich ­mangels eines engmaschigen Straßennetzes Hauptstraßen nicht immer umfahren lassen, sollte man die verkehrsreichen Sommerferien meiden. Noch eine Einschränkung: Auf die ­Beschilderung an den Straßen ist wenig Verlass, deshalb empfehlen wir für die Orientierung ein GPS-Gerät mit unseren Tracks.

Matthias Rotter am 09.05.2020