Rennradfahren an der Algavre: Tourentipps Rennradfahren an der Algavre: Tourentipps

Reise nach Süd-Portugal: vier Rennradtouren an der Algarve

Rennradtouren im bergigen Hinterland der Algarve

Sven Bremer am 12.01.2018

Wer Trubel und Verkehr an der Küste meidet, findet Ruhe in einer bäuerlichen Landschaft aus Hügeln und Bergen im Hinterland. GPS-Daten für vier Touren gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 2/2018

Die Algarve ist die südlichste Region Portugals und der südwestlichste Zipfel Kontinentaleuropas; dort leben rund 400.000 Menschen. Der Name leitet sich aus der Zeit der Besetzung durch die Mauren ab: "Al-Gharb" heißt auf arabisch "Der Westen". Der Westen der Algarve wiederum, vom der Südwestspitze bis Faro, wird "Barlavento" genannt: "dem Wind zugewandt". Von Faro bis zur spanischen Grenze liegt das "Sotavento" (die dem Wind abgekehrte Seite). Entlang der Südküste, vor allem zwischen Lagos und Faro, hat sich auf der Massentourismus breit gemacht, hübsche Küstenorte sind an einer Hand abzuzählen. Deshalb haben wir unsere Touren an die deutlich weniger touristische, wilde Westküste gelegt, die Costa Vicentina und ins ruhige Hinterland. Das Gebiet zwischen dem Atlantik und den Bergen nennt man Barrocal: sanft gewelltes Bauernland, in dessen Gärten Zitronen, Mandeln und Orangen stehen. Von dort führen unsere Touren (von West nach Ost) in die Serra do Espinhaço de Cão, die Serra de Monchique (dort zum höchsten Berg der Algarve, der 902 Meter hohen Fóia), in die Serra de Caldeirão und ganz im Osten in die Serra de Alcaria do Cume.

Unsere Touren meiden die verkehrsreichen Küstenstraßen, die zudem häufig zwischen Hochhäusern, Gewerbegebieten und Indus­triebrachen entlangführen. Eine notwendige Ausnahme machen wir mit der N268 zwischen Aljezur und Sagres an der Costa Vicentina. Dort herrscht zwar mehr Verkehr als im Hinterland, aber zwischen Vila do Bispo und Sagres befindet sich sogar so etwas wie ein Radweg neben der Autospur. Sobald man jedoch ins Hinterland gelangt, nördlich der küstenparallelen Autobahn, wähnt man sich auf einem anderen Kontinent. Autos sind über Stunden an einer Hand abzuzählen. Der Zustand des Belags ist manchmal etwas ruppig, aber überwiegend gut. Unsere Strecken bewegen sich im Bereich zwischen 200 und 600 Meter Höhe, nur an am Fóia-Gipfel knacken wir die 900-Meter Marke. Die Steigungen sind aber bisweilen so knackig, dass sich eine Bergübersetzung empfiehlt.

Sven Bremer am 12.01.2018