Hohes Venn Hohes Venn

Reise Belgien: Vier Gravelbike-Touren durchs Hohe Venn

Per Gravelbike durchs Hochmoor nahe der deutschen Grenze

Joscha Weber am 17.10.2020

Nirgends in Mitteleuropa ist es im Herbst so schön wie im Hohen Venn, wo sich Blätter und Gräser rostrot bis orange färben. GPS-Daten der vier Touren gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 11/2020

Das Hohe Venn ist ein Hochmoor im belgisch-deutschen Grenzgebiet, wobei sein größerer Teil auf belgischer Seite liegt. Die nördlichen Ausläufer liegen rund 20 Kilometer südlich von Aachen, im Südwesten grenzt das Venn an Malmedy. Das Hochmoor gehört zum Naturpark Hohes Venn-Eifel und sein Name leitet sich vom niederländischen Wort „Veen“ für Moor ab. Tatsächlich besteht die Landschaft aus mehreren Venns, weswegen man im französischen auch im Plural von den "Hautes Fagnes" spricht. Die Landschaft im Hohen Venn wird von weiten, unbewirtschafteten Torfheiden mit dem charakteristischen Pfeifengras dominiert, dazwischen liegen dichte Wälder. Beide machen die Region zu einem beliebten Ausflugsziel bei Wanderern. Größere Städte sucht man vergeblich, die Region ist eher dünn besiedelt. An seinen Rändern liegen jedoch einige Kleinstädte mit der notwendigen Infrastruktur: Eupen, Verviers und Malmedy auf belgischer und Roetgen sowie Monschau auf deutscher Seite. Letzteres ist mit seinem historischen Ortskern, der mittelalterlichen Burg und den vielen kleinen Hotels und Restaurants der ideale Ausgangspunkt für ein verlängertes Rad-Wochenende.

Wer ins Hohe Venn reist, begibt sich in hügeliges Terrain mit einigen Höhenmetern pro Tour. Hinzu kommen
alle Sorten von Wegbeschaffenheiten: feste Waldwege, geschotterte Abschnitte, Wiesenwege, Wurzeltrails und asphaltierte Straßen. Diese Reise erfordert also ein gewisses Maß an Fitness und Fahrtechnik. Für Gravel- Anfänger ist die Region nicht geeignet. Man wird jedoch für die Plackerei an steilen Rampen und auf technisch anspruchsvollen Trails belohnt – mit großartigem Ausblick auf die hochgelegene Venn-Landschaft, mit einsamen Wegen durch alte Wälder. Rings um das Venn bieten mehrere Stauseen eine landschaftliche Abwechslung und meist auch die Möglichkeit zur Einkehr.
 

Joscha Weber am 17.10.2020
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