Großbritannien: End to End Großbritannien: End to End

Großbritannien-Reise: Von Land's End nach John O'Groats

End to End: In 14 Tagen längs durch Großbritannien

Hardy Grüne am 15.03.2019

In zwei Wochen mit Rennrad und Gepäck von Land’s End im äußersten Südwesten Englands nach John O’Groats, Schottlands nordöstlichsten Punkt. GPS-Daten gibt's hier, die ganze Geschichte in TOUR 4/2019

„End to End“ ist eine nur locker vorgegebene, ca. 1.400 Kilometer lange Route. Weil der Wind in den Sommermonaten meist aus Westen oder Süden weht, empfehlen wir von Süd nach Nord zu fahren; dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, von Rückenwind geschoben zu werden. Zuerst geht es durch die hügeligen Grafschaften Cornwall und Devon ins flachere Somerset und über die Severn Bridge nach Wales. Plymouth, Exeter und Bristol müssen durchquert ­werden. Entlang der englisch-­walisischen Grenze geht es nord­wärts durch ländliches ­Gebiet via ­Hereford, Shrewsbury und Chester in den Ballungsraum Manchester/Liverpool. ­Hinter Blackburn wartet die Pennines-­Hügelkette, danach der schöne Lake District. Hinter Carlisle erreicht man Schottland und auf einem verkehrsfreien Fernradweg Loch Lomond. Auf verkehrsreichen Straßen über Glencoe und Loch Lochy sowie Loch Ness in die Highlands. Hinter Inverness, der größten Stadt Nordschottlands, liegt der karge ­Norden. Die letzte Etappe führt entlang der welligen Nordküste bis nach John O’Groats.

„End to End“ kann man auf jedem beliebigen Terrain fahren. Die schnellste Strecke verläuft entlang der großen Überlandstraßen, auf denen mit viel Verkehr zu rechnen ist. ­Unser Autor benutzte überwiegend asphaltierte Nebenstraßen, die in mehr oder weniger gutem Zustand waren; 25-, besser 28-­ Millimeter-­Bereifung wählen! Schlaglöcher gibt es überall, in Schottland ist die Oberfläche sehr rau und oft kaputt. Unsere Strecke führt über drei kurze Abschnitte auf Naturpiste: bei ­Penzance, hinter Carlisle und Fort William. An den Linksverkehr gewöhnt man sich rasch. Aber Vorsicht beim Weiterfahren nach ­einem Stopp – da geht der Reflex der Festland-Europäer gerne zur rechten Straßenseite. Aufpassen auch in den Ballungsräumen und vor allem an den riesigen Kreisverkehren. In den Hügel im Südwesten und Norden Englands lauern giftige Rampen von mehr als 20 Prozent Steigung. Damit man dort nicht schieben muss, braucht es, zumal mit Gepäck, eine entsprechende Bergübersetzung.

Hardy Grüne am 15.03.2019