Bikepacking im Pfälzerwald - Vier Tage mit dem Gravelbike im PfälzerwaldFoto: Börje Müller

DeutschlandBikepacking im Pfälzerwald - Vier Tage mit dem Gravelbike im Pfälzerwald

Unbekannt

 5/8/2021, Lesezeit: 3 Minuten

Der Pfälzerwald ist das perfekte Revier für ein ausgedehntes Bikepacking-Abenteuer mit dem Gravelbike. GPS-Daten und Etappenbeschreibungen zur Tour gibt's hier.

Tag 1: Neustadt an der Weinstraße – Trekkingplatz Frankenstein (37 Kilometer, 800 Höhenmeter, max. 14 % Steigung)
Kurz, knackig – und ein perfekter Auftakt, wenn man erst mittags loskommt. Gleich hinter Neustadt geht es erst mal nur bergauf, direkt auf eine grüne Wand zu. Und dann raus aus der Zivilisation. Höchster und erster Gipfel des Tages ist der Eckkopf nach zwölf Kilometern, mit einer schönen Trailpassage bergab. Überhaupt: Ein Mix aus Trails und Forstwegen führt über die bewaldeten Buckel immer tiefer hinein in den Naturpark Pfälzerwald, abwechslungsreich und die meiste Zeit unterm Blätterdach bis zum Trekkingplatz Frankenstein.

Tag 2: Trekkingplätze: Frankenstein – Am Herrentisch (57 Kilometer, 960 Höhenmeter, max. 20 % Steigung)
Zwischen Start und Ziel liegen gerade einmal zwölf Kilometer Luft-linie, aber die Strecke macht so viele Schlaufen, dass am Ende des Tages fast 60 Kilometer auf dem Tacho stehen. Der Spaß beginnt -direkt mit einem fluffigen Singletrail. Tipp: Frühstücken, Proviant kaufen in Weidenthal; bei Km 4,9 auf B 39 1,5 Kilometer bis in den Ort, dort wenden und zum Track zurück. Danach geht es über leer gefegte Waldwege durch den Buchenmischwald der Pfälzer Dauerwelle bis zur "Pälzer Weltachs" (einem bearbeiteten Sandstein auf dem 459 Meter hohen Kleinen Roßrück) – zeitweise flott, gelegentlich rampig, aber fast immer weich und flowig. Die Region ist gering besiedelt, Wanderer und andere Biker trifft man kaum.

Tag 3: Trekkingplatz Am Herrentisch – Forsthaus Annweiler (56 Kilometer, 1.450 Höhenmeter, max. 15 % Steigung)
Flotte Schotterabfahrten, steile Ansteige, fluffige Trails: kaum etwas, was an diesem Tag nicht unter die Räder kommt. Auf der vielfältigen Strecke über die kaum besiedelten Waldhügel sammeln wir über den Tag verteilt fast 1.500 Höhenmeter – mit Gepäck und ohne Federung ist das im Gelände eine Herausforderung. Vom Trekkingplatz "Am Herrentisch" geht’s immer grob Richtung Südwesten durch die -Weiten des Pfälzerwaldes. Anspruchsvolle Trails und Wege führen zum Almersberg, dem höchsten Punkt des Tages; von dort hat man eine grandiose Fernsicht über die Gipfel der Pfalz.

Tag 4: Forsthaus Annweiler – Neustadt an der Weinstraße (76 Kilometer, 1.360 Höhenmeter, max. 18 % Steigung)
Zwei großartige Aussichtspunkte warten auf den ersten zwölf Kilometern: direkt nach dem Start auf dem Kirschfels, danach auf dem 610 Meter hohen Weißenberg vom 35 Meter hohen Luitpoldturm. Ab dort geht es über mal wilde, mal verträumte Forst- und Waldwege durch sanft-hügeliges Gelände. Nach etlichen Höhenmetern nehmen wir am Ende des Tages den fordernden Anstieg hinauf auf die 673 Meter hohe Kalmit in Angriff, den höchsten Berg des Pfälzerwalds. Danach warten noch technisch anspruchsvolle, mit Wurzeln gespickte Trails hinunter nach Neustadt an der Weinstraße.

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