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Kaufberatung für Rennrad-Einsteiger: Rennrad und Zubehör Tipps

Welches Rennrad ist für mich richtig? TOUR Kaufberatung - Teil 4: Bremsen

TOUR Magazin am 01.03.2019

BREMSEN

Die Kettenblattabstufung 52/36 Zähne (hier die Force-Kurbel von SRAM) ist inzwischen sehr populär. In Verbindung mit einer Elffach-Kassette erhält man damit sehr viele, fein abgestufte Gänge, die für durchschnittlich bis gut trainierte Fahrer in den meist

Scheibenbremsen: Wer einmal bei Regen einen Alpenpass gefahren ist, dem leuchten die Argumente pro Disc – mehr und vor allem berechenbarere Bremskraft bei allen Witterungsbedingungen – sofort ein. Ein Problem neben dem höheren Gewicht und der komplizier­teren Wartung ist, dass Scheibenbremsen für Renn­räder von Shimano und SRAM nur für Bremsscheiben bis 160 Millimeter Durchmesser ausgelegt sind. ­Größere Scheiben lassen die Rahmen und Gabeln nicht zu. Für schwere Fahrer sind 160-Millimeter-Scheiben aber zu klein. Die hohen Temperaturen, die bei langen und steilen Abfahrten entstehen, können zum Totalausfall der Bremse führen. Von 140-Millimeter-Scheiben raten wir ab – außer bei sehr leichten Fahrern und Fahrerinnen.

Die Diskussion dreht sich meist um zwei Argumente: Kritiker der Scheibenbremse bemängeln, dass sie schwerer und aufwendiger zu warten sei, Befürworter schwören auf die bessere Funktion bei Nässe und langen, steilen Abfahrten. Der wirklich revolutionäre Aspekt der Disc rückt da fast in den Hintergrund: Räder mit Scheibenbremsen erlauben mehr Freiheit bei der Wahl der Laufräder und Reifen als solche mit Felgenbremsen. Manche Rahmen lassen bis zu 40 Millimeter breite Reifen zu; das Einsatzspektrum eines Rades wird dadurch drastisch erweitert. Wer häufig den ­Asphalt verlässt, dem ist allein aufgrund der vielen Variationsmöglichkeiten zu einem Disc-Modell zu raten.

Die Kettenblattabstufung 52/36 Zähne (hier die Force-Kurbel von SRAM) ist inzwischen sehr populär. In Verbindung mit einer Elffach-Kassette erhält man damit sehr viele, fein abgestufte Gänge, die für durchschnittlich bis gut trainierte Fahrer in den meist

Felgenbremse: Ausgereifter und ausgereizter Klassiker. Vorteile: geringes Gewicht, wartungsfreundlich. Nachteil gegenüber Scheibenbremsen: schlechtere Brems­eigenschaften bei Nässe. Für die Performance wichtiger als die Gruppenzugehörigkeit sind Züge und Bremsbeläge. Laufen die Züge um viele Kurven, steigen die Bedienkräfte. Auch unterliegen Züge Witterungseinflüssen, die mit der Zeit die Funktion beeinträchtigen. Viele Optimierungsmöglichkeiten mit speziell auf bestimmte Felgen abgestimmten Belägen.

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TOUR Magazin am 01.03.2019