Einkaufsberatung für Drunter & Drüber: Hosen Einkaufsberatung für Drunter & Drüber: Hosen
Ratgeber

Einkaufsberatung für Drunter & Drüber: Hosen

Jörg Spaniol am 10.08.2003

An der Notwendigkeit spezieller Radhosen gibt es keinen Zweifel – auch nicht daran, dass sie grundsätzlich ohne Unterhose getragen werden. Ihre Preisspanne reicht von etwa 40 bis 180 Euro (Assos), deshalb lohnt ein Blick auf die kleinen Unterschiede. (TOUR 5/2003)

An der Notwendigkeit spezieller Radhosen gibt es keinen Zweifel – auch nicht daran, dass sie grundsätzlich ohne Unterhose getragen werden. Ihre Preisspanne reicht von etwa 40 bis 180 Euro (Assos), deshalb lohnt ein Blick auf die kleinen Unterschiede.

Einkaufstipps:

• Trägerhosen halten das Sitzleder am besten dort, wo es hingehört. Frauen sind in der Trägerfrage unterschiedlicher Meinung. Frühestens bei der Anprobe zeigt sich, ob die Träger unangenehm auf der Brust spannen.

• Es gibt praktisch nur noch Sitzleder aus Kunstfaser. Leder ist wesentlich schlechter waschbar. Dicker Schaumstoff unter dem Kunstleder sagt nichts über den Fahrkomfort. Die Hauptaufgabe des Schaumstoffes ist es, das Sitzleder in Form zu halten.

• Mehrteilige Sitzleder sind grundsätzlich weder besser noch schlechter als einteilige. Auf keinen Fall sollte es aber eine Naht geben, die zusammen mit den anderen Nähten der Hose störend aufträgt.

• Sind Radhosen zu klein, scheuern sie am Rand des Sitzleders. Passiert das trotz passender Hose, kann ein elastisches Leder (etwa bei Assos oder Descente) die teure Lösung sein.

• Antirutsch-Bündchen im Beinabschluss enthalten meist Latex. Allergiker müssen nach Alternativen suchen oder die Bündchen beim Fahren umklappen. Das ist derzeit ohnehin „chic“.

• Fast alle Radhosen bestehen aus Polyamid und Elasthan (bekannter Markenname: Lycra). Die Unterschiede liegen im Detail und sind zu erkennen, wenn man die Stoffe über den Daumen spannt und vergleicht: Je feiner und dichter die Fäden verstrickt sind, desto hochwertiger ist meist das Material. Wie haltbar eine Hose ist, lässt sich vor dem Kauf jedoch kaum sagen. Als erstes versagt meist die Naht.

• Die „Flachnaht“, ein außen sichtbarer Overlock-Stich, erhöht erfahrungsgemäß den Tragekomfort nur wenig. Wichtiger ist, dass sich nicht sämtliche Stoffbahnen in einem Nahtknubbel im Schritt treffen.

• Hosen, die auf dem Rad passen, kneifen im Stehen fast immer im Schritt. Deshalb unbedingt in Radhaltung anprobieren.

• Wer die typische scharfkantige Radlerbräune nicht mag, kann verschieden lange Modelle kaufen. Speziell für Frauen gibt es sehr kurze Shorts, die sich jedoch für lange Ausfahrten weniger eignen.

Jörg Spaniol am 10.08.2003
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