Die besten Filme für Rennradfahrer Die besten Filme für Rennradfahrer

Filmtipps für Rennradfahrer

Die besten Fahrrad-Filme: Was läuft auf Netflix, Amazon Video und Youtube?

Konstantin Rohé am 25.03.2020

Ob Zeitvertreib im Home Office oder Ablenkung bei ungewohnt langen Einheiten auf der Rolle: Unsere Auswahl der besten Filme und Serien für Rennradfahrer sollte man sich nicht entgehen lassen.

Unsere Liste der besten Fahrrad-Filme, Serien und Dokus auf den beliebtesten Streaming-Plattformen Amazon Video und Netflix. Und: Welche Filme und Dokumentationen noch sehenswert sind und was es auf Youtube zum Thema Rennradfahren zu entdecken gibt.

Auf Amazon Video

Holy Tour (Doku, FRA/2019)

Fans, Wohnmobile, imposante Bergkulissen. Die französischen Filmemacher Méryl Fortunat-Rossi und Valéry Rosier begleiten einen Tag lang fanatische Radsport-Fans am Col d'Izoard. Ungefiltert, ungewöhnlich und gerade deshalb sehenswert.

Eat.Race.Win (Doku-Serie, AUS/2018)

Das australische Team Orica-GreenEdge bei der Tour de France 2017. Im Fokus nicht (nur) die Profis, sondern die Helfer drumherum, insbesondere Köchin Hannah Grant. Wie essen Radprofis? Welche Herausforderungen warten auf die Betreuer beim Einkaufen und der Vorbereitung im Küchentruck? Spannende Einblicke in den Alltag aller Helfer, die ein Profiteam zusammenhalten. 

The High Road - Nonstop Across The Himalayas (Doku, AUT/IND 2015)

Ein Filmteam begleitet Extremsportler Jacob Zurl bei seiner Radfahrt durch den Himalaya. Die legendäre Höhenstraße will er in nur 40 Stunden zurücklegen. Sein Martyrium ist im dreißigminütigen Film spürbar. Gelegentlich fehlt ein erklärendes Voice-Over. Für Rennradfahrer mit Langestreckenambitionen aber auch so ein fesselnder Film.

Premium Rush (Spielfilm, USA/2012)

Joseph Gordon-Levitt rast als junger Radkurier durch die Straßen New York Citys. Sein Auftrag: Einen Briefumschlag in maximal 90 Minuten ans andere Ende der Stadt bringen. Simple Story, aber beeindruckende Action-Szenen mit Fixie-Rädern. Lässig! 



Auf Netflix

Game Changers (Doku, USA/2019)

Haben wir uns falsch ernährt? Ja, sagt der Film von US-Regisseur Louie Psihoyosund lässt zahlreiche vegane Spitzensportler und Wissenschaftler zu Wort kommen. Die Abrechnung mit der Fleisch-Industrie ist schlüssig und spannedn erzählt. Obwohl die meisten befragten Sportler aus dem Kraftsport, Football oder Boxsport kommen, ist der Film auch für Rennradfahrer interessant, zeigt er doch eine erfrischend andere Sicht auf Konsum und Sporternährung auf.

Icarus (Doku, USA/2017)

In seinem Oscar-gekürten Film taucht US-Hobbyrennfahrer Bryan Fogel mit einem russischen Wissenschaftler – Putins meistgesuchtem Whistleblower – in die Welt des Dopings ein. In rasanter Geschwindigkeit entwickelt sich Fogels Selbst-Experiment zu einer Reise durch mehrere Jahrzehnte russischer Dopinggeschichte und wandelt sich zu einm düsteren Polit-Thriller.

Ausgebremst - Die Lance Armstrong Story (Doku, USA/2014)

Die Gier nach Geld, Ruhm und Erfolg trieben Lance Armstrong zum Aufbau eines Doping-Netzwerks. Als Krebs-Überlebender wurde er zunächst weltweit zum heldenhaften Vorbild und einer Ikone des Rennradsports. Doch sein Erfolg beruhte auf rücksichtslosem Schwindel. Im Film spricht Regisseur Holmes mit ehemaligen Weggefährten des Sportlers und entlarvt eine schockierende Maschinerie von Managern, Sponsoren und Ärzten, die im Hintergrund agierten.

See You In Time (Serie, TWN/2013)

Taiwanesische Serie über den Profiradrennfahrer Feng Ying. Dessen Leben geräte aus den Fugen, als er sich entscheidet, den Rennstall seines Großvaters wiederaufzubauen und sich in Ji Zi Qi verliebt. Plötzlich erhält er mysteriöse SMS-Nachrichten aus der Zukunft, die ein tragisches Ende prophezeien. Kuriose Mischung aus Sportdram, Liebskomödie und Endzeit-Trash.

Weitere Rennrad-Filme

Tainted Blood (Doku, USA/2017)

Die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles waren für das US-Radteam eine reine Triumphfahrt mit rekordträchtigem Medaillenregen. Danach kam der Doping-Skandal: Sieben Radfahrer postivi getestet, ein ganzer Verband in dubiose Machenschaften verstrickt. Und das war erst der Anfang...

Therebouts (Doku, AUS/2014)

Der australische Profi Lachlan Morton macht sich in der Offseason 2013 zusammen mit seinem Bruder Gus auf zu einem 11-tägigen, 3.000 km langen Trip von ihrem Elternhaus in Port Macquaire zum Uluru, dem felsigen Nationalheiligtum der Aborigines im Herzen Australiens. Das etwas eingefahren Gerne des Reisefilms funktioniert hier meist, denn man nimmt den beiden Aussies ab, was sie zur Fahrt bewegt hat: Die Sehnsucht nach dem Gefühl unbeschränkter Freiheit auf dem Rad. Der komplette Film auf Youtube:

The Accidental Death of a Cyclist (Doku, UK/2012)

Dokumentation über das sportliche Leben des Radrennfahrers Marco Pantani, der zu den besten Bergfahrern aller Zeiten gehörte. Nur wenige Jahre nach seinem größten sportlichen Triumph, dem Gewinn des Giro d'Italia und der Tour des France in einem Jahr, starb Pantani. Die Dokumentation versucht den Zusammenhängen zwischen Mensch, sportlicher Leistung, Doping und der Tragödie des Todes auf den Grund zu gehen. Bewegend.

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The Road Uphill (Doku, 2011)

Mit großen Hoffnungen zur Tour de France 2011 angereist, schlug den luxemburgischen Schleck-Brüdern nur ein Mann beim Kampf um die Gesamtwertung ein Schnippchen: Cadel Evans. Der Australier gewann überrraschend die Rundfahrt, Andy wurde Zweiter, Fränk Dritter. Die Doku begleitet ihr Team Leopard-Trek bis auf die Massagebank und unter die Dusche. Höllentour auf Luxemburgisch!

Il Lombardia (Doku, NED/2011)

Was macht die Lombardei-Rundfahrt so speziell? Die Doku erklärt mit zahlreichen Interviews von Profis wie Robert Gesink und Paolo Bettini, was das "Rennen der fallenden Blätter" zu einem Mythos macht und warum Rennradfahrer von den Anstiegen zu Madonna di Ghisallo und zur Muro di Sormano träumen wie von keinem zweiten Herbstklassiker.

The Flying Scotsman (Spielfilm, UK/2006)

Graeme Obree, ein arbeitsloser Schotte, schockiert 1993 das Radsport-Establishment: Er bricht den Stundenweltrekord im Bahnradfahren mit seiner ungewöhnlichen Sitzhaltung und dem aus Schrott und Waschmaschinenteilen selbstgebauten Rennrad. Ein Nobody, der aus ärmlichen Verhältnissen kommt und zeitlebens an Depressionen leidet, wird über Nacht zum Radsportstar. Dann aber muss er zusehen, wie ihm die Funktionäre des Radsportverbands UCI den Titel aberkennen und seinen Sieg in eine Niederlage verwandeln. Dies stürzt ihn in eine Krise, der er mit einem sensationellen Comeback zu entfliehen versucht... Eine wahre und ergreifende Radsportgeschichte!

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Höllentour (Doku, D/2004)
Das Team Telekom bei der Tour de France 2003. Die Radprofis Erik Zabel und Rolf Aldag geben Einblick in ihr Leben und Leiden zwischen den einzelnen Etappen einer qualvollen Tour. Subjektiv und ohne einordnende Erzählebene ist gerade die Nahbarkeit der Protagonisten eine Stärke des Film. Packende Doku.

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Das große Rennen von Belleville (Animationsfilm, FRA/2003)
Produziert wurde der mehrfach preisgekrönte Film in Frankreich, Belgien, Kanada und Großbritannien. Gerade weil alle Charaktere sehr einsilbig sind, entwickelt sich eine spannende Dynamik bis zum großen Höhepunkt des Dorfes: Dem großen Radrennen. Witzig, abgedreht, kindgerecht! 

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Le Vélo de Ghislain lambert (FRA/BEL, 2001)

In Deutschland ist der Film mit Benoit Poelvoorde als Neo-Profi mit ganz großen Zielen und dem Hand zu unlauterer Leistungssteigerung unter dem Titel "Das Rennrad" bekannt. Zynisch-witzig nimmt die belgisch-französische Koproduktion den Radsport der 1970er auf die Schippe: Ghislain Lambert ist am selben Tag geboren wie Eddy Merckx und will ebenso erfolgreich werden wie "der Kannibale". Dazu ist dem Wasserträger bald jedes Mittel Recht...

A Sunday in Hell (Doku, DAN/1977)

Paris – Roubaix gilt auch im Jahr 2020 als härtestes Eintagesrennen der Welt. Um wie viel größer die Entbehrungen der Rennfahrer waren, als gefederte Sattelstützen und breitere Tubelessreifen noch unbekannt waren, zeigt die kultige Doku aus den Siebzigern. Das Rennen wird aus der Perspektive der Fahrer, Organisatoren und Fans erzählt, das Chaos auf dem berüchtigten Kopfsteinpflaster von Frankreich springt einem förmlich ins Gesicht. Empathisches Porträt eines faszinierenden Gemetzels. Must Watch! 

Konstantin Rohé am 25.03.2020
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