Aurum Magma Aurum Magma

Contador und Basso präsentieren die Radmarke Aurum

Aurum Magma: Wenn Rad-Profis Räder bauen

Konstantin Rohé am 29.09.2020

Ein Rennrad, entwickelt von Alberto Contador und Ivan Basso: Das neue Aurum Magma soll das beste Rennrad aller Zeiten sein. Was steckt hinter den markigen Worten?

Die Website ist taufrisch - der Blindtext "Lorem Ipsum" prangt noch auf den Cookie-Einstellungen, der Shop ist mit nur einem Modell spärlich gefüllt. Was erregt dann die Aufmerksamkeit des Rad-interessierten Betrachters? Ganz klar, die beiden Männer, die hinter der Radfirma Aurum stehen.

Aurum Magma

Leicht und aerodynamisch zugleich soll er sein, der Rahmen des Aurum Magma.

Ivan Basso und Alberto Contador sind die Macher hinter dem Projekt Aurum, das heute mit dem Modell Magma das erste Rennrad vorstellte. Basso und Contador, beide in den 2000er-Jahren mit zahlreichen Rundfahrt-Siegen dekoriert - und beide mit Dopingvergangenheit -, schlossen sich nach eigenen Angaben bereits vor mehreren Jahren zusammen, um ein eigenes Rennrad zu entwickeln. "Unser Ziel war es, ein Rennrad zu kreieren, das besser ist als alle Räder, die wir während unserer aktiven Sportlerkarriere gefahren sind, ein absolutes Traumrad", lässt sich Contador auf der Firmenwebsite zitieren. Getestet wurde das Rennrad während des Sommers 2020 auf über 500.000 Kilometern vom Continental-Team Kometa-Xstra, das mit der Fundación Alberto Contador kooperiert.  

Aurum Magma: Alle Details zum neuen Rad

Das Ergebnis ist laut Firmenangaben super leicht, super steif und super komfortabel. Solche Superlative ist man bereits von Neuvorstellungen der Rennradbranche gewohnt. Wenn zwei derart prominente Namen ein neues Rad launchen, schaut man dennoch genauer hin: Was steckt hinter dem silbrig-blau schimmernden Wettkampf-Renner?

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Mit Komponenten von Lighweight, Enve oder Zipp und hochwertigen Schaltungen von SRAM oder Shimano positioniert sich Aurum als High-End-Marke. Und das hat seinen Preis ...

In Rahmengröße 54 wiegt der unlackierte Carbonrahmen laut Pressemitteilung 805 Gramm. Das sind mehr als 100 Gramm weniger als beim Wilier Zero SL und immerhin noch gute 50 Gramm weniger als beim Rahmen-Set des neuen Specialized Tarmac, auf dem Buchmann, Schachmann und Kämna die Bergetappen der Tour de France 2020 bestritten.

Aurum Magma

Die Kabel verlaufen direkt unterhalb des Vorbaus in den Rahmen - laut Aurum verbessert das die Aerodynamik.

Wie bei Neuvorstellungen mittlerweile häufig, ist auch das Magma ausschließlich mit Scheibenbremsen erhältlich. Ungewöhnlich angesichts kolportierter mehrmonatiger Windkanal-Tests des Rades ist die klassisch runde Sattelstütze mit 27,2 Millimetern Durchmesser. Kein Vergleich zu aero-optimierten Komponenten wie beispielsweise der Sattelstütze des neuen Basso Diamante SV. Vorteil für den Fahrer: Montage und Austausch gehen so leichter von der Hand als bei Speziallösungen.

Preise und Ausstattung des Aurum Magma

Der Preis spielt in der obersten Liga der Radhersteller mit: Das Rahmen-Set gibt's für 4.099 Euro, das günstigste Komplettrad der Aurum-Reihe kostet 9.799 Euro. Alle Varianten des Rades sollen in sechs Größen (von 51 bis 60) erhältlich sein. Zudem arbeitet Aurum mit zwei unterschiedlichen Gabeln, die in Abhängigkeit von der Rahmengröße montiert werden, um die selben Winkelverhältnisse herzustellen. Farblich bleibt die Auswahl zwischen Blau und Schwarz. Bei der Zusammenstellung des Rades ist die Wahl der Schaltung immer auch an einheitliche Komponenten geknüpft, was zu folgenden drei Aufbau-Optionen führt:

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Fettes Teil: Mit Lightweights Meilenstein-Laufrädern kostet das Rad knapp 12.000 Euro.

  • Aurum mit Shimano Dura-Ace Di2 und Enve-Komponenten: 9.799 Euro
  • Aurum mit SRAM Red eTap AXS und Zipp-Komponenten: 9.999 Euro
  • Aurum mit Shimano Dura-Ace Di2 und Lightweight-Komponenten: 11.999 Euro
Aurum Techsheet

Konstantin Rohé am 29.09.2020
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