Fahrradträger fürs AutoFoto: Daniel Simon

RatgeberFahrradträger fürs Auto

Unbekannt

 7/26/2004, Lesezeit: 2 Minuten

Ob in den Urlaub, zum Rennen oder zur RTF – die meisten Rennräder legen viele hundert Kilometer im Jahr mit dem Auto zurück. Wir vergleichen die Parkplätze: auf dem Dach, am Heck und im Innenraum (TOUR 5/2004)

Die beste und sicherste Möglichkeit, das teure Rad durch die Lande zu chauffieren, ist der Transport im Auto. Dort ist es vor Dieben geschützt, und während es auf dem Dach oder am Heck von Regen, Schmutz oder aufprallenden Insekten malträtiert wird, reist es im Auto trocken und sauber. Außerdem gibt’s keine störenden Windgeräusche, kein erhöhter Luftwiderstand steigert den Spritverbrauch und es ragen keine Teile über das Fahrzeug hinaus; es kommt nämlich nicht selten vor, dass Fahrer bei der Einfahrt in niedrige Tiefgaragen unsanft und teuer an ihre Außenladung erinnert werden. Zudem bleiben Fahrer, die ihre Räder im Auto transportieren, von Geschwindigkeitsbegrenzungen verschont, welche die Hersteller von Dach- und Heckträgern für ihre Produkte angeben – meist 120 Kilometer pro Stunde.

Nachteile des Onboard-Transports: Man verliert Platz für Mitfahrer, Gepäck oder beides; außerdem erhöht sich bei Kombis und Vans das Risiko, dass die Fracht bei Vollbremsung oder Unfall als Geschoss die Insassen verletzt. Geschieht das mit ungesicherten Rädern, können Mitfahrer Schadensersatz einklagen (§ 8 a StVG). Selbst bei größter Umsicht eckt man früher oder später mit schmutzigen Teilen des Rades im Auto an und hinterlässt Flecken oder Kratzer. Man sollte deshalb die Einzelteile in alte Decken wickeln und mit Gurten gut sichern, um Rad und Auto zu schonen. Leider besitzen nicht alle Autos Befestigungsösen für Spanngurte. Für Kombis und Vans gibt es Sicherheitsnetze zum Schutz der Insassen. Radhalter, die sich innen im Auto verspreizen, können wir aus Sicherheitsgründen nicht empfehlen; bei einem Unfall ist die Gefahr groß, dass sie verrutschen. Zudem finden sie nur dann einigermaßen sicheren Halt, wenn man die Innenverkleidung aufschneidet, damit sich die Streben an der Karosserie abstützen – und wer will das schon.

Im kostenlosen PDF-Download finden Sie einen Vergleich der drei Trägersysteme für Dach, Heck und Innenraum.

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