Alles rund um die Radhose

Unbekannt

 · 11.09.2007

Alles rund um die Radhose

Dass das „Sitzleder“ in der Hose schon lange kein Leder mehr ist, wissen TOUR-Leser. Doch die wichtigste Radklamotte birgt auch für Kenner noch Geheimnisse: Hier gibt‘s Antworten auf viele Fragen rund um Radlers Beinkleider. (TOUR 7/2007)

Haben sich die Radhosen seit zehn Jahren weiterentwickelt?
Ja, vor allem beim Sitzpolster. Die Materialien der Einsätze haben sich so weit entwickelt, dass wohl niemand mehr das einstige Rehleder vermisst. Meist trocknen die modernen Sitzpolster schnell, sie bleiben geschmeidig und haltbar. Wichtige Neuerung sind elastische Einsätze, die sich vor allem bei teuren Modellen finden. Sie können den Sitzkomfort steigern, belasten die Nähte weniger, und am Rand solcher Sitzpolster reibt man sich nicht so leicht wund.

Verlagssonderveröffentlichung
Zudem bestehen die Einsätze inzwischen häufig aus stark vorgeformten Mehrkomponenten-Polstern (Bild) mit verschieden dicken und harten Materialien. Sie sind eine Reaktion auf die immer spartanischeren, härteren Leichtsättel. Sie machen den Einsatz tatsächlich zum „Sitzpolster“ – was er lange Zeit nur im Sprachgebrauch war. Solche Einsätze polstern die Sitzknochen, manche entlasten zusätzlich den Dammbereich. Fraglich wird die Polsterfunktion, wenn (wie bei Gel-Einlagen oder Luftpolstern üblich) die Geschmeidigkeit des Einsatzes stark nachlässt. Je spezifischer der Einsatz einer Radhose gestaltet ist, desto besser muss er passen und an der richtigen Stelle sitzen. Allgemein ist es günstig, wenn die Größe des Einsatzes mit der Größe der Hose variiert.