Test: Campagnolo-Räder Test: Campagnolo-Räder
Rennräder

Test: Campagnolo-Räder

Matthias Borchers, Manuel Jekel am 27.06.2006

Record, Chorus, Centaur, Veloce – unser Test zeigt die aktuellen Zehnfach-Gruppen von Campagnolo im direkten Vergleich, montiert an zwölf Rennern zwischen 1.300 und 5.300 Euro. (TOUR 4/2006)

Wer gezielt ein Rennrad mit Campagnolo-Ausstattung sucht, stellt schnell fest: Es ist gar nicht so leicht, überhaupt eines zu finden. Die meisten Radhersteller haben die Komponenten der italienischen Traditionsfirma aus verschiedenen Gründen gar nicht im Programm. Einer dieser Gründe: Der japanische Konkurrent Shimano ist – vor allem bei Rennradneulingen – viel bekannter. Shimano-Komponenten gelten als funktional erstklassig, zuverlässig und günstig. Campagnolo dagegen hängt – nicht ganz zu Unrecht – der Ruf an, teuer zu sein, weshalb die Marke für sehr preisorientierte Käufer nicht in Betracht käme.

Das bringt in erster Linie für die Mittelklasse-Gruppen Centaur und Veloce Probleme. Kompletträder mit diesen Ensembles kosten selten weniger als 1.500 Euro – da braucht es schon gute Gründe, sich für die Nummer drei oder vier aus dem Campa-Katalog zu entscheiden und nicht für die Nummer zwei oder gar eins des Konkurrenten. Viele 1.500-Euro-Räder haben zu diesem Preis nämlich Shimanos Ultegra-Gruppe an Bord, manche sogar eine edle Dura-Ace. Andererseits liegt gerade darin, dass Campa-Räder rar sind, eine Chance. Und immer nur Ultegra ist irgendwie auch langweilig. Schließlich will nicht jeder Rennradler bremsen und schalten wie Hinz und Kunz. Hersteller, die ihre Räder mit Campa- Teilen ausstatten, nehmen deshalb bewusst in Kauf, dass ihre Räder etwas teurer sind als vergleichbare Shimano-Renner. Aber dafür bieten sie ihren Kunden auch eine mehr oder weniger exklusive Alternative.

Dem TOUR-Team bot der Test die seltene Gelegenheit, alle Campa-Zehnfach-Gruppen direkt miteinander zu vergleichen. Was kann die teure Record besser als die günstige Veloce? Liegt die Wahrheit womöglich in der Mitte und heißt Chorus oder Centaur? Welche Campa-Gruppe taugt für wen?

Diese Modelle finden Sie im PDF-Download:

• Räder mit Record-Ausstattung:
Barellia Race 405, Stevens SCF 1, Tommasini Ultra Fire

• Räder mit Chorus-Ausstattung:
Basso Zero.9, Rowona Pro Team, Scapin Dyesis S8

• Räder mit Centaur-Ausstattung:
Canyon Passione Elite, Fort RO.Gard Prestige, Il Diavolo Gigante

• Räder mit Veloce-Ausstattung:
Cody Light, Orbea Arrate, Viner Complex Veloce

Matthias Borchers, Manuel Jekel am 27.06.2006
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