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Test 2021: Allround Rennräder um 3.000 Euro

Verfolger: bleiben Renner für 3.000 Euro an Profis dran?

Jens Klötzer am 18.03.2021

Profi-Rennräder kosten heutzutage locker mal 10.000 Euro und mehr. Bedeutet dies das Ende des Radrennsports als preiswertes Hobby für jedermann? Wir haben sechs Allround-Renner um 3.000 Euro im Labor und auf der Straße überprüft und klären, ob man darauf mehr als einen Blumentopf gewinnen kann

Ein Rad, wie es die Profis bei der Tour de France fahren – das ist der Traum vieler Hobbyradler. Das Schöne am Radsport ist, dass man sich diese Räder durchaus kaufen kann, im Gegensatz beispielsweise zu Profimaterial aus dem Motorsport. Doch das ist leicht gesagt, wenn denn die Geräte nicht so teuer wären: Ein leichtes Profi-Rennrad, das am UCI-Gewichtslimit von 6,8 Kilogramm kratzt, kostet bei den meisten namhaften Marken heute um 10.000 Euro. Doch viele Hersteller bieten das Wettkampf-Modell auch für schmalere Geldbeutel an; wird die Ausstattung einfacher gewählt, purzeln die Preise rasant; Aussehen, Technik und Fahrgefühl sollen der Top-Version aber dennoch nahekommen. Wir haben uns Räder mit Profi-Genen angeschaut, die im Bereich dessen liegen, was TOUR-Leser laut Umfrage für ein neues Rad auszugeben bereit sind – etwas mehr als 3.000 Euro. Das ist einerseits viel Geld, andererseits weniger als ein Drittel dessen, was man für viele Profi-Boliden hinblättern muss. Ist deren günstige Verwandtschaft also fit für die Rennstrecke?

Alle Räder sind als Wettkampfrenner ausgewiesen; man sitzt darauf entsprechend sportlich im Sattel und findet – mit Ausnahme von Cannondale – ein renntaugliches Übersetzungsspektrum vor. Das klassische Rundrohr im Rahmen hat aber offensichtlich ausgedient. Schnelle Rennräder sollen heute nicht nur leicht, fahrstabil und komfortabel sein, sondern auch möglichst aerodynamisch. Nicht nur an spezialisierten Aero-Flitzern, sondern auch an vielen modernen Leichtrahmen haben deshalb mehr oder weniger windschnittige Rohrquerschnitte das klassisch runde Rohr ersetzt. Tragflächenartige Profile werden dafür meist an der windabgewandten Seite gekappt, um Gewicht einzusparen – das Ergebnis sind dreieckige Querschnitte mit stark abgerundeten Ecken. Einteilige Lenker-Vorbau-Kombis wie bei Storck und Canyon und Sattelstützen mit tropfenförmigem Querschnitt wie am Giant sind weitere Elemente, die sich an Aero-Rennern orientieren. Das Versprechen der Hersteller: Der Rennfahrer bekommt ein ebenso leichtes wie komfortables Rad, bei dem trotzdem ein aerodynamischer Vorteil mitfährt. Solche Räder sind die erste Wahl der Radprofis bei Rundfahrten und Rennen mit vielen Höhenmetern; reinrassige Aero-Boliden werden meist nur von Spezialisten auf flachem Terrain gefahren. Ob diese Maßnahmen etwas bringen, haben wir im Windkanal getestet. Dabei haben wir die Räder nicht nur im Original-Set-up, sondern auch mit jeweils identischen, schnellen Carbonlaufrädern (Zipp 404) gemessen.

Sechs Allround Wettkampf Rennräder im Test

Marke Modell Preis (UVP in Euro)
Cannondale SuperSix EVO Carbon Disc 105* 3.299 Euro
Canyon Ultimate CF SL 8 Disc 2.699 Euro
Giant TCR Advanced 1+ Disc 2.999 Euro
Rose X-Lite Four Disc Ultegra* 2.999 Euro
Specialized Tarmac SL6 Sport* 2.999 Euro
Storck Fascinario.3 Comp Disc 105 2.999 Euro

Den kompletten Test mit allen Informationen zu Gewicht, Ausstattung, Aerodynamik-Werten und detaillierter Benotung finden Sie unten im Download für 1,99 Euro oder in TOUR 04/2021.

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Fotostrecke: Allround-Wettkampf-Rennräder um 3.000 Euro

Jens Klötzer am 18.03.2021
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