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Test 2013: Versender-Rennräder

Rennräder 2013 aus dem Versandhandel

Andreas Bähren, Jens Klötzer am 20.09.2013

Bestellen, auspacken, losfahren: Im Internet gibt’s alles – Fahrräder sowieso. Den Versandmarken erwächst aber zunehmend Konkurrenz durch Versandhändler, die im Netz auch Fachhandelsräder anbieten. Mit einem verdeckten Testkauf bei acht Anbietern haben wir Beratung, Service und Preise gecheckt – und natürlich die geschickten Räder getestet.

Hochsommer. Im Fernsehen laufen Bilder der Tour de France – und auf einmal haben viele Menschen Lust, das mit dem Rennradfahren mal auszuprobieren. Sie haben aber kein Rad? Oder trauen sich doch nicht, Ihr Konfirmationsgeschenk names Halbrenner aus dem Keller zu holen? Dann muss fix ein "richtiger" Renner her.Heutzutage führt der erste Weg, wenn man etwas kaufen möchte, von dem man wenig oder keine Ahnung (mehr) hat ins Internet. Um herauszufinden, wie der Radkauf im Netz funktioniert, sind wir inkognito auf Einkaufstour bei acht Anbietern gegangen. Dabei interessierte uns neben Beratungsqualität, Service und Kaufabwicklung noch ein anderes Thema: Im Internet sind ja nicht nur die klassischen Versandmarken wie Rose oder Canyon unterwegs, sondern auch Versandhändler, die Markenräder anderer Hersteller zu teilweise erstaunlich günstigen Preisen anbieten.Wo macht man als Kunde also das bessere Geschäft?

Der Auftrag: Inkognito bestellen

Mit folgenden Eckdaten ging unser Testkäufer inkognito auf seinen virtuellen Shopping-Trip: Viel mehr als 1.500 Euro darf das Rad nicht kosten, die Lieferung maximal drei Wochen dauern. Der Testkäufer beschrieb sich den Anbietern als nicht mehr ganz jung, von mittlerer Größeund wenig erfahren als Rennradler. Das Wunsch-Rennrad-Modell sollte zu Körpergröße und Fahrertyp passen und nicht übertrieben sportlich sein. Ähnliche Fragen hatten wir zuletzt 2008 in einem vergleichbaren Test gestellt. Damals mussten sich mehrere Anbieter mangelnde Beratungsqualität vorhalten lassen; zudem wurden falsche Rahmengrößen geliefert, Liefertermine nicht eingehalten, Bedienungsanleitungen fehlten.

Um es vorwegzunehmen: Im Vergleich dazu hat sich die Service- und Beratungsqualität insgesamt gesteigert. Die getesteten klassischen Versandmarken Radon, Rose, Poison und Trenga.de boten passende Modelle im vorgegebenen Preisrahmen und konnten zügig liefern. Einer der größten Versender jedoch, das Koblenzer Unternehmen Canyon, ist in diesem Vergleich nicht dabei. Die von uns angefragten Modelle hatten nach telefonischer Auskunft sechs Wochen Lieferzeit, und das Angebot war im Juli bereits stark reduziert. So viel Zeit hatten wir nicht – und so viel Zeit hat meistens auch kein echter Kunde, der mitten in der Saison ein Rennrad kaufen möchte. Über die Ursachen der langen Lieferzeiten haben wir mit Daniel Bley gesprochen, dem Marketingleiter von Canyon.

Die Testergebnisse dieser Rennräder aus dem Versandhandel finden Sie unten als PDF-Download:

• BH Prisma 7.1
• Fuji Performance 1.0
• Ghost Race Actinum EBS
• Giant TCR 0 s-tec Edition
• Poison Cyanit Road Racing
• Radon Spire Cabon 6.0
• Rose Pro-SL 3000 RS
• Trenga DE GLR 5.7

Andreas Bähren, Jens Klötzer am 20.09.2013
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