Rennräder

Rennräder für 500 Euro

Kristian Bauer am 31.07.2008

Wie viel Rad bekommt man für 500 Euro? TOUR hat die Probe aufs Exempel gemacht und inkognito fünf Rennräder gekauft – in großen Fahrradmärkten, bei Discountern und kleinen Fachgeschäften.

Ergebnis unserer stichprobenartigen Testkauf-Aktion: Es gibt Rennräder für 500 Euro, aber die erste Hürde auf dem Weg zu den Billig-Rennern besteht darin, sie zu finden. Prospekte und Internet-Seiten von Händlern können einen Hinweis liefern – eine sichere Quelle sind sie nicht, denn das Angebot in den Läden sieht oft völlig anders aus. Die Beratungsqualität präsentierte sich sehr uneinheitlich, tendenziell aber kann man als Kunde für ein 500-Euro-Rennrad nicht auf ein ausführliches Beratungsgespräch hoffen. Da es sich oft um Auslaufmodelle oder Restposten handelt, gestaltet es sich mitunter schwierig, ein Rad in der richtigen Größe zu finden. Im Praxistest waren alle Räder – das “Bikespace” mit den schlechten Laufrädern ausgenommen – zuverlässige Begleiter, gut geeignet für Einsteiger oder auch als preiswerte Zweit- bzw. Winter räder. Technische Highlights darf man für das Geld freilich nicht erwarten, man begegnet preiswerter Rennrad-Technik auf dem Stand von vor zehn Jahren. Achtfach-Übersetzungen sind überholt und bieten nicht den Schaltkomfort der modernen Neun- und Zehnfach- Getriebe. Die zum Teil montierten Shimano-2200- Komponenten bereiten im Dauereinsatz wenig Freude. Für Einsteiger muss das aber kein Hindernis für Rennradspaß auf der Straße sein. Grundsätzlich sind die Räder auch eine brauchbare Basis, die man nach und nach mit vergleichsweise geringem Aufwand – zum Beispiel besseren Reifen und Bremsbelägen – aufwerten kann.

Diese Rennräder finden Sie im PDF-Download:

2Danger Race Road Sport

Bikespace BS-RD1

Lakes Roadster 2000

Scott Speedster S6

Trek 1000 T 

Kristian Bauer am 31.07.2008